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Erster Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes in Ebola-Region

Dienstag, 4. November 2014

Berlin - Der erste Hilfsflug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist am Dienstag von Berlin-Schönefeld aus ins westafrikanische Ebola-Gebiet gestartet. An Bord der Maschine waren 25 Tonnen Material für die Erweiterung eines Behandlungszentrums in Sierra Leone, wie die Hilfsorganisation mitteilte. Weitere Transportflüge sollen folgen. Neben dem Ausbau des vom Internationalen Roten Kreuz betriebenen Krankenhauses in Kenema in Sierra Leone wird die deutsche Organisation gemeinsam mit der Bundeswehr ein weiteres Behandlungszentrum in Liberias Hauptstadt Monrovia einrichten und betreiben.

An Bord des Flugzeugs vom Typ MD-11 befanden sich nach Angaben des DRK unter anderem Behandlungszelte, Chlor zur Desinfektion, Schutzkleidung sowie Stromgeneratoren und auch Klimaanlagen. "Die Verhältnisse vor Ort sind katastrophal. Deshalb ist weitere Hilfe dringend nötig", erklärte DRK-Präsident Rudolf Seiters. Er rief die Deutschen zu Spenden für den Ebola-Kampf auf. Beim Start des DRK-Hilfsfluges waren auch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und der Botschafter Sierra Leones in Deutschland, Jongopie Siaka Stevens, am Flughafen.

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In den beiden Kliniken in Sierra Leone sollen jeweils bis zu 100 Betten für Ebola-Kranke bereitgestellt werden, die ersten Helfer des DRK sind bereits vor Ort. In Westafrika wütet seit Monaten die bislang schwerste Ebola-Epidemie.

Rund 5.000 Menschen sind bereits an dem Virus gestorben. Sierra Leone, Liberia und Guinea sind die mit Abstand am stärksten betroffenen Länder.Wie das DRK weiter mitteilte, haben sich nach dem bundesweiten Aufruf für freiwillige Ebola-Hilfseinsätze in den Kliniken in Kenema und Monrovia nach einer ersten Durchsicht bisher 299 grundsätzlich geeignete Kandidaten mit den nötigen Qualifikationen beworben. Darunter sind 107 Ärzte. Insgesamt bewarben sich bislang 804 Menschen.

Den Angaben von Seiters zufolge ist der Betrieb der Behandlungszentren damit für die ersten vier Monate gesichert. Für die angestrebte Gesamt-Betriebszeit von einem Jahr reiche die Zahl aber noch nicht aus. Es ist geplant, dass Personal ungefähr jeden Monat auszutauschen. Parallel zum Roten Kreuz rekrutiert auch die Bundeswehr Freiwillige aus ihren Reihen für einen Ebola-Einsatz. © afp/aerzteblatt.de

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