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Fachärzte: Die Rolle des Arztes im Bereich der Telemedizin stärken

Donnerstag, 27. November 2014

Berlin – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa) forderte die Politik auf, die Rolle des Arztes bei anstehenden gesetzgeberischen Maßnahmen im Bereich der Teleme­dizin, darunter beim geplanten E-Health-Gesetz, klar zu definieren und zu stärken. „Wir wollen im Sinne des Patienten im Bereich der medizinischen Datenerhebung, -auswertung und -nutzung das Vertrauensverhältnis Patient-Arzt weiterhin als Grund­pfeiler dauerhaft verankert wissen“, teilte SpiFa-Vorstand Axel Schroeder anlässlich der Bekanntgabe des Preisträgers des zweiten SpiFa-Perspektivpreises heute in Berlin mit.

Aus Sicht des Verbandes gibt es bereits riesige Datenmengen, deren Verfügbarkeit im Sinne des Patienten von hohem Nutzen sein könnte. Aus falsch verstandenem Datenschutz seien sie jedoch zu oft nicht am richtigen Ort zur richtigen Zeit als Basis ärztlicher Entscheidungen für den behandelnden Arzt zugänglich, kritisierte Schroeder. Er forderte einen jederzeitigen Zugang zu den behandlungsrelevanten Daten und eine für jeden Patienten einfach gestaltete Möglichkeit der Kontrolle, wer wann zu welchem Zweck auf seine Daten zugegriffen hat.

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Am 4. Dezember verleiht der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands den 2. SpiFa-Perspektivpreis, diesmal im Bereich E-Health. Der Preisträger 2014 ist der Berufsver­band Medizinischer Informatiker Berlin Brandenburg (BVMI B-B).  Der Verband sei in der politisch und technologisch stark verdichteten Region Berlin-Brandenburg ein Motor im Bereich E-Health, heißt es in der Begründung.

So erstellte der Verband im Jahr 2013 für den Berliner Senat eine Machbarkeitsstudie, wie im Raum Berlin Innovationen im Bereich Health 2.0 vorangebracht werden können. Auf der Grundlage dieser Studie engagiere sich der BVMI Berlin-Brandenburg dafür, dass auf Basis sinnvoller Datenanalysen Mediziner, Informatiker und spätere Nutzer gemeinsam nützliche Anwendungen entwickeln.

„Die niedergelassenen Ärzte, insbesondere die Fachärzte, sind im Bereich der Daten­anwendung und -verarbeitung nicht sehr aktiv“, teilte Peter Langkafel, Vorsitzender des BVMI Berlin-Brandenburg, mit. Sie seien zwar Datenlieferanten, aber nach Abgabe ihrer Daten seien sie in der weiteren Bearbeitung und -auswertung kaum präsent. Dabei werde ihre Expertise vermisst, nicht nur bei der Nutzung von Software, sondern auch schon bei der Konzeption von Lösungen.

Der Perspektivpreis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden herausragende Persönlichkeiten aus Medizin, Forschung und Lehre, Politik und Multiplikatoren aus Deutschland und Europa, die dauerhafte Perspektiven öffnen, um die Facharztpraxen fachübergreifend nachhaltig in den Strukturen der Versorgung zu stärken. Mit dem Perspektivpreis will der SpiFa nach eigenen Angaben den Fachärzten neue Themen näher bringen und Akzente setzen. © ank/aerzteblatt.de

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