Medizin

Impfstoff gegen Brustkrebs zeigt Wirkung

Montag, 1. Dezember 2014

St. Louis – Ein gegen das von Brustkrebszellen gebildete Protein Mammoglobin A gerichteter Impfstoff hat sich in einer Phase-1-Studie in Clinical Cancer Research (2014; 20: 5964-5975) als sicher erwiesen und das progressionsfreie Überleben verlängert.

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Das Protein Mammaglobin-A wird fast ausschließlich im Brustgewebe gefunden. Seine Funktion im gesundem Gewebe ist nicht bekannt. Es wird zu 80 Prozent auch von Brustkrebszellen im Primärtumor und in den Metastasen gebildet. Dies hat zur Entwicklung einer DNA-Vakzine geführt, bei der den Patientinnen das Gen für Mamma­globin-A injiziert wird. Körperzellen bilden dann das Protein, das zum Ausgangspunkt einer Immunreaktion wird, die auch die Krebszelle erfasst.

An der Washington University School of Medicine in St. Louis wurde die Vakzine an 14 Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom getestet. Gegenstand der Phase-1-Studie war in erster Linie die Sicherheit des Impfstoffs. Laut Studienleiter William Gillanders kam es achtmal zu leichten bis mittelschweren Nebenwirkungen, darunter einem Hautausschlag, einer Druckempfindlichkeit an der Impfstelle oder zu milden grippeähnlichen Symptomen. Schwere oder lebensbedrohliche Komplikationen traten nicht auf.

Ob der Impfstoff den Tumor zurückdrängen kann, lässt sich in einer kleinen Studie ohne randomisierte Vergleichsgruppe natürlich nicht beweisen. Bei acht Patientinnen, bei denen aufgrund von HLA-Eigenschaften am ehesten mit einer Immunreaktion zu rechnen war, kam es zu einem Anstieg von Mammaglobin-spezifischen CD8-Zellen, und in einem Labortest war die Freisetzung von Interferon aus T-Zellen gesteigert.

Etwa die Hälfte der Patientinnen war auch nach einem Jahr ohne Tumorprogression, signifikant mehr als in einer Kontrollgruppe von Patientinnen, die die Einschlusskriterien erfüllten, aber bisher noch nicht behandelt worden waren. Die US-Forscher planen jetzt eine weitere Studie an Patientinnen mit neu diagnostiziertem Mammakarzinom, bei denen die Impfung parallel zur Standardtherapie eingesetzt werden könnte.

© rme/aerzteblatt.de

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bkleine
am Mittwoch, 3. Dezember 2014, 10:19

Nur eine Phase I - Studie !

Die Autoren sagen "suggests improved PFS". Deshalb ist bei 14 Patienten insgesamt und 7 Patienten mit "PFS" von Signikanz keine Rede. Bitte exakter formulieren.

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