Politik

Handlungs­empfehlungen zur digitalen Gesellschaft: Interoperabilität im Gesundheitswesen fördern

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Bonn/Berlin – Zum Abschluss des Wissenschaftsjahres 2014 unter dem Motto „Die digitale Gesellschaft“ hat die Gesellschaft für Informatik (GI) am 2. Dezember 2014 in Berlin Handlungsempfehlungen an Bundesforschungsministerin Johanna Wanka übergeben. Erarbeitet wurden die Empfehlungen zur Zukunft der digitalen Gesellschaft unter anderem von Deutschlands „digitalen Köpfen“ – 39 auf Initiative der GI ausge­wählten Personen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft – gemeinsam mit Teilnehmern einer im September veranstalteten Konferenz zum Thema.

Anzeige

Im Workshop „Zukunft Gesundheit und Medizin“ unter der Moderationsleitung von Paul Schmücker, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), wurde dabei an erster Stelle die Förderung von syntaktischer und semantischer Standardisierung und Interoperabilität empfohlen. Außerdem sprachen sich die Teilnehmer des Workshops dafür aus, die Weiterentwicklung und Verbreitung von altersgerechten Assistenzsystemen (AAL) voranzutreiben und die Wohnung als Gesundheits­standort zu etablieren, etwa durch Einbezug von AAL, Telemedizin und E-Health.  

Der Fokus auf rechnerunterstützte Patientensicherheit sollte verstärkt werden, um etwa Behandlungsfehler, Hygienemängel oder unsichere Medizintechnik im Rahmen eines Risikomanagements schneller zu erkennen und wirksam Gegenmaßnahmen zu treffen zu können.

Auch „Big Data“ ist nach den Handlungsempfehlungen ein wichtiges Zukunftsthema: „Die Daten der Einrichtungen des Gesundheitswesens müssen zusammengeführt, ausgewertet, verdichtet und, wo nötig, bereitgestellt werden. Anonymisierte Daten sollten auch der interessierten Öffentlichkeit und der Forschergemeinschaft zur Verfügung gestellt werden“, heißt es. Dabei müsse aber auf die Anforderungen der IT- und Patientensicherheit geachtet werden.

Darüber hinaus sollte künftig der Patient stärker eingebunden werden. Patientenautonomie und Kommunikation mit den Leistungserbringern seien zu stärken, etwa durch Bereitstellung von Patientenunterlagen und den Aufbau persönlicher einrichtungsübergreifender Patientenakten. © KBr/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

24.08.16
Dresden – Mit dem Smartphone auf kürzestem Wege zum Arzt: Dresdner Gymnasiasten haben gemeinsam mit Mitarbeitern der Technischen Universität Dresden eine Navigator-App für das Gelände des Uniklinikums......
23.08.16
San Francisco – Die Softwarekonzerne Apple und Microsoft wollen ihr Angebot für Nutzer durch den Zukauf neuer Funktionen verbessern: Apple erwirbt die Gesundheits-App Gliimpse, während sich Microsoft......
22.08.16
TK-Chef: Gesundheits-Apps können Rolle in Bonusprogramm spielen
Berlin – Die Techniker Krankenkasse (TK) erwägt, die Nutzung von Fitnessarmbändern in ihr Bonusprogramm zu integrieren. TK-Chef Jens Baas sagte: „Unsere aktuelle Bewegungsstudie zeigt, dass jeder......
19.08.16
Gröhe: Schutz vor ansteckenden Krankheiten internationale Aufgabe
Frankfurt am Main/Heidelberg – Der Schutz vor schweren Infektionskrankheiten wie Ebola ist nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine internationale Aufgabe. Krankheiten......
19.08.16
Berlin – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist dem europäischen Bioinformatik-Netzwerk ELIXIR beigetreten. So soll die die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen......
18.08.16
Arzneimittel­therapiesicherheit: Neuer Aktionsplan verabschiedet
Berlin – Das Bundeskabinett hat gestern den von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) vorgelegten „Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit in Deutschland“......
18.08.16
Schwangerschaftstest per Smartphone
Hannover – Ein Wissenschaftlerteam des Hannoverschen Zentrums für Optische Technologien (HOT) und des Instituts für Technische Chemie (TCI) der Leibniz Universität Hannover haben ein medizinisches......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige