Ärzteschaft

MDS: Pflegebedürftige sind mit Gutachten zufrieden

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Berlin – 86 Prozent der Pflegebedürftigen waren im Jahr 2013 mit der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) zufrieden. Das geht aus einer Umfrage hervor, die der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) in Auftrag gegeben hat. 81 Prozent der etwa 13.000 Pflegebe­dürftigen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, waren zudem mit dem Eingehen auf die individuelle Pflegesituation des Versicherten durch den Gutachter zufrieden und 84 Prozent fanden, dass der Gutachter genügend Zeit aufgebracht hat, um die für sie wichtigen Punkte zu besprechen.

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Je neun von zehn Befragten bescheinigten ihrem Gutachter ein respektvolles und einfühlsames Auftreten, Kompetenz sowie eine verständliche Ausdrucksweise; 89 Prozent empfanden ihren Gutachter als vertrauenswürdig.

Im Jahr 2013 hat der MDK 1,1 Millionen Pflegebedürftige in ihrem Zuhause und etwa 300.000 Pflegebedürftigen in einem Pflegeheim begutachtet. Mit dem Pflege-Neuausrichtungsgesetz aus dem Jahr 2012 wurde der MDS mit regelmäßigen Versichertenbefragungen beauftragt.

Der MDS habe auf Grundlage der Umfrage Handlungsfelder identifiziert, die er künftig verbessern wolle, erklärte der Geschäftsführer des MDS, Peter Pick, heute bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse in Berlin. So sollen die Gutachter künftig noch stärker auf die individuelle Situation der Versicherten eingehen, ihnen das Vorgehen in der Begutachtung erläutern, mehr Zeit für die Besprechung einplanen und den Versicherten mehr nützliche Hinweise zur Verbesserung der Pflegesituation geben. © fos/aerzteblatt.de

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