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Neuer Sonder­forschungsbereich zu Traumaforschung in Ulm

Montag, 8. Dezember 2014

Ulm – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert in Ulm einen neuen Sonder­forschungsbereich (SFB) mit dem Titel „Gefahrenantwort, Störfaktoren und regene­ratives Potenzial nach akutem Trauma“. In den nächsten vier Jahren erhält die Universität Ulm dafür insgesamt 11,2 Millionen Euro.

„Physische Traumen, wie Schwerstverletzungen nach Unfällen, sind hierzulande die häufigste Todesursache bei Menschen unter 45 Jahren und verursachen Gesundheits­kosten von bis zu 30 Milliarden Euro im Jahr“, sagte der Universitätspräsident Karl Joachim Ebeling. Bei dem neuen SFB kooperierten insgesamt 18 Kliniken und Institute aus dem Universitätsklinikum Ulm und der Universität.

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„Mit diesem SFB möchten wir die systemischen Reaktionen des Körpers auf schwere Verletzungen erforschen“, sagte der SFB-Sprecher Florian Gebhard, ärztlicher Direktor der Klinik für Unfall-, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie am Ulmer Universitätsklinikum.

Die Förderung des neuen SFBs startet im Januar und läuft für zunächst vier Jahre. Sie kann zweimal auf maximal zwölf Jahre Laufzeit verlängert werden. Damit gelten für den Ulmer SFB wieder der reguläre Förderstart zum Beginn eines Jahres und die übliche Förderdauer. Beides hatte die DFG im Mai 2013 vorübergehend außer Kraft gesetzt und die Förderdauer auf drei Jahre und neun Monate verkürzt.

Durch diese Maßnahme wollte die DFG Gelder für die besonders stark nachgefragte Einzelförderung freimachen. „Unsere damaligen Initiativen zur Stärkung der Einzelförderung haben gegriffen, eine Fortsetzung ist deshalb erfreulicherweise nicht notwendig“, sagte DFG-Präsident Peter Strohschneider in der vergangenen Sitzung des Bewilligungsausschusses.

© hil/aerzteblatt.de

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