Politik

Bund und Länder verhandeln über Gesundheitskarte für Asylbewerber

Dienstag, 6. Januar 2015

Hamburg – In Bremen und Hamburg erhalten Asylbewerber bereits Gesundheitskarten, mit denen sie ganz normal zum Arzt dürfen. Bund und Länder prüften derzeit eine Ausweitung dieses „Bremer Modells”, teilte eine Sprecherin von Bundesgesundheits­minister Hermann Gröhe (CDU) am Dienstag mit.

Ziel sei ein Gesetzentwurf, nach dem auch interessierte Flächenländer die Gesund­heitskarte für Asylbewerber einführen können. Einzelne Länder wie Brandenburg oder größere Kommunen hatten sich bei den Stadtstaaten bereits zuvor nach dem Modell erkundigt.

„Ein Bedarf besteht für alle Facharztbereiche“

Berlin – Rund 200.000 Asylsuchende sind in diesem Jahr nach Deutschland gekommen, 2015 könnten es 250.000 werden. Neben der Unterbringung der Hilfesuchenden steht auch ihre ärztliche Betreuung immer wieder in der Diskussion. 5 Fragen an Dr. med. Ulrich Clever Präsidenten der Ärztekammer Baden-Württemberg und Menschenrechtsbeauftragten der Bundesärztekammer

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Laut Hamburger Senatsverwaltung lohnt sich die Gesundheitskarte für Asylbewerber. Einen Arztbesuch müssten sie nun nicht mehr extra beantragen. Die Behörden könnten mit der Einführung der Karte wiederum Geld sparen, da für Abrechnung und Verwaltung nun eine Krankenkasse zuständig ist. Allein in Hamburg seien zuletzt rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr eingespart worden. Die Behandlungskosten der Asylbewerber trägt weiterhin der Staat. © dpa/aerzteblatt.de

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smartinus
am Dienstag, 13. Januar 2015, 17:32

Menschenwürde

Schon bezeichnend, dass sich ausgerechnet bei einem Artikel zur Gesundheitsversorgung von Asylbewerbern jemand die Mühe macht, in diesem Forum anzumelden, um altbekannte Parolen abzusondern. Offenbar sollen für manche Menschen die Grund- und Menschenrechte nicht gelten. Nein, Herr Kollege Schätzler hat vielmehr absolut recht, die Grund- und Menschenrechte des Grundgesetzes gelten für alle Menschen in Deutschland.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Montag, 12. Januar 2015, 16:48

Recht(s)schreibung, keine Link(s)schreibung?

Vielleicht war der Tipp der CSU, am Mittagstisch Deutsch zu sprechen, auch und gerade für die Bayern gar nicht mal so abwegig. Schreibübungen zum Nachmittagskaffee wären für manche ebenfalls empfehlenswert:

"grölen" (ugs. für schreien, lärmen); Grölerei" (zit. nach DUDEN).
Getreu dem Motto, "wer nämlich mit 'h' schreibt, ist ...."

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
hatnixmitdem...zutun
am Sonntag, 11. Januar 2015, 18:47

heute in Paris

Bei der Demonstration in Paris, bei der unsere Kanzlerin mitlief, wurde laut Reporterin "alle fünf Minuten" die Marseillaise gesungen.
Man stelle sich Dr. Schätzlers Empörung vor, wenn bei den PEGIDA-Demonstrationen alle fünf Minuten die deutsche Nationalhymne "gegröhlt" würde.
Ich warte jetzt darauf, daß SPD und Grüne das Mitführen der Deutschlandfahne bei Pegida-Demonstrationen als Beweis für Rechtsradikalismus werten und fordern, diese Fahne verbieten. Gegen die grüne Fahne des Propheten hingegen wäre natürlich nichts einzuwenden, denn die Anschläge in Paris haben - wie wir von unseren Qualitätsmedien eingehämmert bekommen - mit Frankreichs Kolonialvergangenheit zu tun und nicht etwa mit - ihr wißt schon :-)
hatnixmitdem...zutun
am Sonntag, 11. Januar 2015, 18:42

Weihnachtslieder gröhlen

Falls es kit der Praxis in der Dortmunder Innenstadt mal nicht mehr läuft, ein Tipp für Dr. Schätzler:

Werden sie Migrant
1.Begeben Sie sich illegal nach Pakistan, Marokko, Ägypten oder in die Türkei. Sorgen Sie sich nicht um Visa, Zollgesetze und sonstige lächerlichkeiten.
2.Wenn Sie angekommen sind, fordern Sie erstmal umgehend von Ihrer Kommune Ihrer Wahl eine kostenlose medizinische Versorgung für sich und Ihre Familie. Achtung: Bestehen Sie darauf, dass alle Mitarbeiter der Krankenkasse Deutsch sprechen und die Kliniken Ihr Essen nur so vorbereiten, wie Sie es aus Deutschland gewöhnt sind. Kritik an Ihrem Verhalten weisen Sie empört als »rassistisch« zurück.
3.Bleiben Sie Deutschland auch in der neuen Heimat treu und hängen Sie deutsche Fahnen in Ihr Fenster oder an Ihr neues Auto. Apropos: Verlangen Sie nachdrücklich einen Führerschein. Eine Versicherung brauchen Sie nicht zum Fahren, die benötigen nur Einheimische. 4.Sprechen Sie zuhause nur Deutsch und sorgen Sie dafür, dass Ihre Kinder es genauso machen. Bestehen Sie unbedingt darauf, dass alle Formulare, Anfragen und Dokumente für Sie übersetzt werden. 5.Fordern Sie, dass im Musikunterricht Ihrer Kinder ab sofort westliche Popmusik eingeführt wird. Verlangen Sie die Einrichtung einer Marienkapelle.
6.Lassen Sie sich nicht diskriminieren! Organisieren Sie Protestzüge gegen Ihr Gastland und dessen Einwohner gegen die Regierung, die Sie ins Land gelassen hat! Billigen Sie Gewalt gegen Nicht-Christen und Nicht-Europäer.
7.Setzen Sie durch, dass Ihre Frau textilfrei baden und leicht bekleidet einkaufen gehen darf!
8.Beachten Sie keine Hinweise oder gar Zurechtweisungen der einheimischen Polizei oder Justiz! Diese hat Ihnen gar nichts zu sagen! Machen Sie den Betreffenden klar, dass für Ihre Gesetzestreue nur ein deutscher katholischer Geistlicher zuständig ist.
9.Überzeugen Sie den Bürgermeister Ihres Wahlortes vom Wohlklang sonntäglicher Kirchenglocken.
10.Gehen Sie gegen unchristliches Brauchtum in Kindergarten und Schule vor! Regen Sie an, statt Ramadan künftig Ostern und Weihnachten zu feiern.
11.Beschweren Sie sich vehement, wenn es in Ihrer Kantine oder beim Grillfest keine Schweinshaxe gibt!
12.Suchen Sie sich Verbündete! Bitten Sie liberale Politiker und Journalisten, Ihren »Menschenrechten« Nachdruck zu verleihen.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Donnerstag, 8. Januar 2015, 10:15

Auch nach den terroristischen Anschlägen...

auf die Meinungs-, Gedanken-, Kunst- und Pressefreiheit in Paris mit ihren schrecklichen Folgen bleibe ich dabei:

Statt auf PEGIDA-Aufmärschen fremdenfeindlich und Ausgrenzungs-"fröhlich" motiviert Weihnachtslieder zu grölen oder nationalistisch gesinnt Deutschland-Fahnen zu schwenken, sollten wir in einer verfassten Demokratie dafür kämpfen, dass unsere unveräußerlichen Grundrechte für Menschen aller Rassen und Klassen, u n abhängig von Glauben, religiöser Überzeugung, Herkunft, Geschlecht, Wohlstand oder Armut erhalten bleiben.

D a r a u s und aus dem freien Zugang zu Gesundheits- und Krankheitsversorgung bzw. minimaler Existenzsicherung leitet sich der Anspruch auf Zugang zum Gesundheitssystem der Bundesrepublik Deutschland ab: Dies gilt für a l l e Männer, Frauen und Kindern in Deutschland, u n a b h ä n g i g ob PEGIDA-Anhänger, mit oder ohne Migrationshintergrund oder Asylbewerber.

Indem wir dies vernachlässigen, Schwellenängste bei akuten und chronischen Krankheiten wecken, uns bürokratisch abschotten und medizinische Hilfe zunächst verweigern, e r h ö h e n wir kontraproduktiv die Folgekosten und sortieren ganze Bevölkerungsgruppen vom Zugang zu unserem Gesundheitssystem aus. Das entwürdigt die Anderen und macht uns selbst unglaubwürdig.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
Dr. Rezai
am Mittwoch, 7. Januar 2015, 17:55

Gesundheitskarte für Immigranten

Das finde ich gut. Ich verstehe aber nicht, warum die Polizei (eigentlich Bundes Innenminister) seit geraumer Zeit nicht auf diese Idee kommt. Ich habe mich mehrmals dazu geäußert. Auf dem Polizeidienstausweis kann man ein kleiner Chip installieren. Ganz einfach.
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