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Schlecht­informierte Schlaganfall­patienten werden leichter depressiv

Dienstag, 13. Januar 2015

Luxemburg – Schlaganfallpatienten, die nach der akuten Phase allein zu Hause leben, haben ein erhöhtes Risiko, an Depression zu erkranken. Laut einer Studie von Gesundheitssoziologen der Universität Luxemburg ist es vor allem der Mangel an Informationen, der den Patienten Sorgen bereitet und zur Depression beiträgt. Die Depression wiederum könne bestehende Probleme wie eingeschränkte Bewegung und verminderte geistige Fähigkeiten weiter verschlimmern und die Genesungschancen beeinträchtigen, erläutert Michèle Baumann, Gesundheitssoziologin an der Universität Luxemburg.

Die Daten stammen von knapp 100 Patienten im Alter von etwa 65 Jahren aus dem Großherzogtum Luxemburg, die zwei Jahre nach einem Schlaganfall zu Hause lebten. Die Forscher besuchten sie Zuhause, um sie über ihre körperliche und geistige Gesundheit zu befragen, sowie über soziale Nöte und Pflegebedürfnisse.

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Wie das vom Nationalen Forschungsfonds Luxemburg finanzierte Forschungsprojekt zeigte, zählt der Mangel an Informationen zu den Hauptsorgen der Betroffenen. Die Patienten machen sich Sorgen über mögliche Veränderungen ihres Gesundheits­zustandes und über die Auswirkungen auf ihr Leben in den nächsten Monaten und Jahren.

Viele fragen sich, ob sie den Informationen, die sie aus verschiedenen Quellen erhalten, trauen könnten. Auch eine fehlende Koordination zwischen Pflegediensten wurde als Quelle von Sorgen angeführt, viele Patienten waren sich angesichts verschiedener möglicher Szenarien nicht sicher, welche Hilfe ihnen in Zukunft zur Verfügung stehen könnte.

Geringverdiener und Menschen mit niedrigem Bildungsniveau sind laut der Studie von Depression am meisten gefährdet. Zu den depressiven Symptomen, die in der Studie berücksichtigt wurden, zählen emotionale Störungen, Schlafprobleme, Kommunika­tionsschwierigkeiten, Schmerzen und Müdigkeit.

© hil/aerzteblatt.de

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