Ärzteschaft

Sächsische Landesärztekammer ruft Jahr der Organspende 2015 aus

Dienstag, 27. Januar 2015

Dresden – Ein „Jahr der Organspende“ veranstaltet die Sächsische Landesärztekammer in diesem Jahr. Ziel ist, mit intensiver Aufklärung die Bereitschaft zur Organspende zu erhöhen und mehr Patienten auf der Warteliste für ein Organ zu helfen.

Fortbildungen zu verschiedenen Themen und für unterschiedliche Zielgruppen sind ein zentraler Baustein der Initiative. So sollen Hausärzte spezielles Material erhalten und ärztliche Fortbildungen wahrnehmen können. Außerdem soll es Fortbildungen für Notare zusammen mit der Notarkammer Sachsen zur Formulierung von Patientenverfügungen geben.

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In Absprache mit Krankenhausseelsorgern und den sächsischen Kirchen soll außerdem eine Fortbildung für Seelsorger in sächsischen Krankenhäusern konzipiert werden.

Wichtig ist außerdem der Aufbau eines Klinik-Netzwerkes für Organspenden: Über eine strukturierte Kommunikationskette soll den kleineren Häusern ein Ansprechpartner der Maximalversorger zur Verfügung gestellt werden, wobei das Hauptaugenmerk neben fachlichen Details auf der Identifikation von Spendern und der Kommunikation mit den Angehörigen liegen soll.

An die breite Öffentlichkeit richten sich schließlich Informationsveranstaltungen zum Thema Organspende, die den sächsischen Landkreisen, den Kreisärztekammern und anderen interessierten Organisationen angeboten werden.

Die Kammer hat außerdem mit Dietmar Schneider einen Organspendebeauftragten berufen. Schneider ist ein Experte auf dem Gebiet der Hirntodbestimmung. Laut der Vermittlungsstelle Eurotransplant standen Anfang Dezember 2014 552 Patienten aus Sachsen auf bundesweiten Wartelisten für ein Spenderorgan. © hil/aerzteblatt.de

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