Politik

Hepatitis C-Therapie: Preis von Sovaldi sinkt um 27 Prozent

Donnerstag, 12. Februar 2015

Berlin – Der GKV-Spitzenverband hat sich nach eigenen Angaben mit dem Pharmaun­ternehmen Gilead Sciences auf einen Erstattungsbetrag für den Wirkstoff Sofosbuvir (Sovaldi) zur Behandlung der chronischen Hepatitis-C geeinigt. Die Vereinbarung gilt für drei Jahre. Danach kostet eine Packung des Medikaments rückwirkend seit dem 13. Januar 14.520,84 Euro. Für eine zwölfwöchige Therapie fallen Kosten von 43.562,52 Euro an. Das sind rund 27 Prozent weniger als zuvor.

Der Preis, zu dem Gilead Sofosbuvir auf den Markt gebracht hatte, lag bei rund 60.000 Euro für eine zwölfwöchige Therapie. Zusätzlich hätten beide Seiten eine Preisstaffelung vereinbart, die in den beiden nächsten Jahren zu weiteren Einsparungen führe, erklärte der GKV-Spitzenverband.

Anzeige

Ende Januar hatte dieser die Schiedsstelle angerufen, nachdem die Verhandlungen mit Gilead in der vorgesehenen Frist zu keinem Ergebnis geführt hatten. Mit dem jetzt erzielten Kompromiss ist eine Entscheidung der Schiedsstelle hinfällig. Gilead zeigte sich zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Man sei sich der Verantwortung für die Versorgung der Patienten bewusst, sagte eine Sprecherin.

Bereits vor dieser Einigung hatten die Barmer GEK, die AOK Niedersachsen, die AOK Rheinland Hamburg und die Techniker Krankenkasse eigene Rabattverträge mit Gilead ausgehandelt. Ein Sprecher der AOK Niedersachsen erklärte, man habe so verhandelt, dass man von dem jetzt erzielten Kompromiss des GKV-Spitzenverbandes profitieren werde. Ähnlich äußerten sich auch die anderen Kassen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

17.01.17
Neue Diskussion um Arzneimittelkosten für Chroniker
Berlin – Ein klassisches Tauschgeschäft hat der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Karl Lauterbach, der CDU angeboten: Danach wäre seine Partei bereit, das von Bundesgesundheitsminister......
09.01.17
Nutzen von Sofosbuvir-Vel­patasvir bei HIV-positiven Patienten bleibt unklar
Köln – Wegen einer zu geringen Datenbasis bleibt der Effekt der Therapie mit Sofosbuvir-Velpatasvir (SOF/VEL, Handelsname Epclusa) bei HIV-Patienten mit chronischer Virushepatitis Typ C unklar. Zu......
06.01.17
Bundesgesund­heitsministerium will Arzneimittelpreis­verordnung prüfen
Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) will prüfen, ob es Korrekturbedarf bei der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) gibt. Das hat das Ministerium auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes......
04.01.17
Klinikapotheken unterliegen bei Zytostatika für Privatversicherte nicht der Arzneimittelpreis­verordnung
Berlin – Krankenhausapotheken unterliegen nicht der Arzneimittelpreisverordnung, wenn sie Zytostatika für Privatversicherte abgeben. Das hat das Landgericht Bremen (Az. 4 O 964/15) bereits Ende August......
04.01.17
Berlin – Rund jedes dritte neue Medikament hat bei der frühen Nutzenbewertung einen Zusatznutzen vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bescheinigt bekommen. Von knapp 130 überprüften Präparaten......
04.01.17
Erkrankungen an Hepatitis E fast verdreifacht
München – Die Zahl der Erkrankungen an der meldepflichtigen Hepatitis E hat sich in Deutschland von 2013 auf 2015 fast verdreifacht. Sie erhöhte sich mit Stand August 2016 von 459 gemeldeten Fällen......
21.12.16
Hep-CORE-Studie: Gravierende Versorgungslücken in Europa
Berlin – Die European Liver Patients Association (ELPA) hat heute die erste europaweite und patientengeführte Studie zu Lücken in der Versorgung von Patienten mit Hepatitis B und C vorgestellt. Die......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige