Ausland

Ärztemangel und Pflegenotstand sind ein weltweites Problem

Dienstag, 24. Februar 2015

Düsseldorf/München – Die Lebenserwartung wird 2018 weltweit bei 73,7 Jahren liegen (2013: 72,7 Jahre). Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung werden dann über 65 Jahre alt sein, in Westeuropa sogar über 20 Prozent. Das berichtet das Beratungs­unternehmen Deloitte in seiner Analyse „Global Healthcare Outlook – Common goals, competing priorities“. Das Unternehmen erwartet, dass die Nachfrage nach medi­zinischen Leistungen weltweit steigen wird.

„Für eine optimale medizinische Versorgung müssen Infrastruktur und der Nachwuchs bei Ärzten und Pflegepersonal gewährleistet werden. Dabei ist die Suche nach gut ausge­bildeten Fachkräften herausfordernd, auch wenn die Ärztezahl pro 1.000 Einwohner bis 2018 mit 1,8 weltweit konstant bleibt“, so Deloitte. Dennoch herrsche in vielen Regionen der Welt Unterversorgung. Zum Beispiel sei in Südafrika mit 0,6 Ärzte/1.000 Einwohner und in Indonesien mit 0,4 Ärzte/1.000 Einwohner der Ärztemangel bereits heute hoch akut. In Indien würden zusätzliche 1,5 Millionen Mediziner und 2,4 Millionen Kranken­schwestern benötigt, um eine adäquate Versorgung sicherzustellen.

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Im Augenblick kommen laut dem Unternehmen in Deutschland 3,8 Ärzte auf 1.000 Ein­wohner – deutschlandweit gemittelt. Allerdings würden die demografische Entwicklung und neue Behandlungsmöglichkeiten die internationale Konkurrenz um Gesundheits­personal weiter verschärfen.

„Auch wenn Deutschland ein vergleichsweise gutes Gesundheitssystem und eine hohe Abdeckung mit medizinischem Personal und Krankenhäusern hat, müssen Konzepte entwickelt werden, die dies langfristig auch in ländlichen und strukturschwachen Regionen sicherstellen“, erklärte Gregor-Konstantin Elbel, Partner und Leiter Life Sciences & Healthcare bei Deloitte.

© hil/aerzteblatt.de

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