Ärzteschaft

Ärzte fordern bessere Versorgung von Flüchtlingen

Freitag, 27. Februar 2015

Berlin – Eine bessere Versorgung von Flüchtlingen und von Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus fordert die Bundesärztekammer (BÄK). Deren Präsident Frank Ulrich Montgomery schlägt dazu anonyme Krankenscheine vor. Ärzte könnten die Betroffenen so versorgen ohne sie staatlichen Stellen zu melden. Das sei „ein Gebot der Mensch­lichkeit“, sagte Montgomery dem Münchner Magazin Focus. Die Ärzte würden anderen­falls von der Politik zu Sozialrichtern gemacht.

Verbesserungen für Flüchtlinge fordert auch die Landesärztekammer Hessen. „Flücht­linge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und anderen Ländern, in denen Unfreiheit, Kriege oder Terror wüten, sind dringend auf unsere Hilfe angewiesen“, betonte der Präsident der Kammer, Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Es sei „völlig unan­nehmbar“, dass Flüchtlinge, die aus Notstandsgebieten nach Deutschland kämen und keinen legalen Aufenthaltsstatus besäßen, durch das Raster des Sozialsystems fielen.

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Er betonte, Ärzte machten sich bei der Behandlung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus nicht strafbar. „Wenn wir nicht wollen, dass sich menschliches Elend unmittelbar vor unserer Haustür abspielt, müssen wir uns noch mehr als bisher für die Versorgung der Betroffenen einsetzen“, appellierte von Knoblauch zu Hatzbach. © hil/aerzteblatt.de

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