Ärzteschaft

Montgomery fordert Ausbau der Palliativversorgung

Dienstag, 17. März 2015

Berlin – Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, hat die Ankündigung der Bundesregierung für ein Hospiz- und Palliativgesetz begrüßt. „Der Ausbau palliativmedizinischer Angebote ist richtig und wichtig und wäre vor dem Hinter­grund der aktuellen Sterbehilfe-Debatte ein wichtiges Signal“, sagte der BÄK-Präsident heute in Berlin. Die Erfahrung zeige, dass schwerkranke Menschen von ihrem Sterbe­wunsch abkämen, wenn sie sich geborgen und gut versorgt fühlten.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hatte ein solches Gesetz ankündigt. „Wir wollen die Palliativversorgung in Deutschland stärken und wir wollen dafür einen eigenen Gesetzentwurf erarbeiten und die Regelungen nicht an ein anderes Gesetz anhängen“, sagte Laumann im Vorfeld des zweiten Deutschen Pflegetages Mitte März in Berlin.

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„Was wir dringend brauchen, sind mehr ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen. Wir brauchen eine Verbesserung der medizinischen, ethischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Wir brauchen mehr Wissenschaft, Lehre und Forschung. Und für all das brauchen wir eine auskömmliche Finanzierung“, konkretisierte Montgomery die Forderungen der Ärzteschaft.

Er forderte, ein solches Gesetz zügig umzusetzen, weil die Politik bereits viel Zeit habe verstreichen lassen. © hil/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Dienstag, 5. Mai 2015, 22:16

Wer ist hier der Pöbler?

Den gleichen Kommentar zweimal zu posten, mag als Ausdruck fehlenden Stilgefühls interpretierbar sein, den Verfasser als Pöbler zu beschimpfen zeugt aber auch nicht von geistiger Reife. Bei aller Polemik sollte man auch den Andersdenkenden ein Minimum an Respekt entgegenbringen. Streiten ja, aber auf einer sachlichen und intellektuellen Ebene. Provozieren ja, aber ohne persönlich beleidigend zu werden. Früher fasste man all dies unter dem Begriff Umgangsformen zusammen. Es wäre schade, wenn die Diskussion hier von Forentrollen tyrannisiert wird.
EEBO
am Dienstag, 5. Mai 2015, 20:17

Jaja,

die pöhsen pöhsen Kollegen jener Fächer, die nicht unter das Rubrum "unmittelbare Patientenversorgung" fallen (habe bei mir ein paar nette Pathologen, eine coole radiologische OÄ und einen lustigen Nuklearmediziner herumlaufen; wie schütze ich mich bloß vor denen?) - wir "richtigen" Kliniker sind doch viel toller - aber im Ernst, geht es hier nicht eher um Unzufriedenheit mit der Verkammerung im allgemeinen? Dann wäre die BÄK mitsamt ihrem Oberhäuptling aber die falsche Meckeradresse, denn die sind ja nur e.V. Körperschaften sind die Landesärztekammern. Ach nebenbei bemerkt, ziemlich viele Ärzte sind nicht niedergelassen und scheinen sich vom MB gut vertreten zu fühlen. Kleiner Tip: Beim nächsten Mal die Wahlunterlagen nicht zum Feuermachen benutzen, sondern auch lesen, ausfüllen und absenden. So könnten sich Dinge ändern.
Practicus
am Sonntag, 3. Mai 2015, 18:55

Na und?

Der Kommentar passt an beiden Stellen wunderbar. Herr M. ist nur deshalb Präsident der BÄK, weil er Vorsitzender des Marburger Bundes war und die dort organisierten Ärzte die Kammern majorisieren.
Ich halte Herrn M. auch für einen abgehobenen Funktionär, der sich berufen fühlt, Ärzten vorzuschreiben, wie ihr Gewissen zu funktionieren hat.
Ob er als gutbestallter Multifunktionär ohne Patientenkontakt dafür überhaupt qualifiziert ist, mag ich mal dahingestellt lassen. Als Radiologe im Krankenhaus war er fast soweit vom Patienten und seinen Sorgen entfernt wie sonst vielleicht nur ein Laborarzt oder ein Pathologe - ach so, der Vorgänger war ja auch einer von denen, die Patientenversorgung nur vom Hörensagen kennen, aber immer mit dem moralischen Zeigefinger bevormunden wollen.
EEBO
am Sonntag, 3. Mai 2015, 10:37

Hach, wie entzückend...

ein Pöbler am frühen Morgen, der zweimal exakt den gleichen Kommentar absetzt (http://www.aerzteblatt.de/forum/115150/Funktionaersarroganz), den er nur mit einer anderen Überschrift versieht. Geht's noch flacher? Lieber einmal ausschlafen und dann schreiben. Nebenbei, ein BÄK-Präsident, der so schön polarisiert, scheint dann wohl doch der richtige für diesen Posten zu sein. Schade, daß wir den Herrn Dworkin nur vermittels einer spiritistischen Sitzung zu seiner Meinung zum Herrn Montgomery fragen können...
M. Malone
am Sonntag, 3. Mai 2015, 04:54

Palliativmedizin nur mit Sterbehilfe - Herr Montgomery!!!!!



Ich empfehle Herrn Montgomery die Ausführungen von Ronald Dworkin zu lesen u. a. zu dem allgemeinen Recht auf ethische Unabhängigkeit des Einzelnen. Im Gegensatz zu Herrn Dworkin, einem hochrenommierten Rechtswissenschaftler und Philosophen, hat sollte Herr Montgomery sich nicht als Stümper auf diesem Gebiet betätigen. Herr Dworkin hat einen Liberalitätsbegriff, der notwendigerweise einen affirmative act (d. h. einen Ausgleich der Gesellschaft für geringere Chancen aufgrund der sozialen Herkunft) zwingend erfordert. Solange unsere Gesellschaft so inhuman ist wie sie ist und immer weiter in einen Neo-Kapitalismus amerikanischer Prägung abgleitet ist Herr M. am wenigsten berufen, die Mehrheitsmeinung der Schweizer Bevölkerung zu diffamieren und jedem und allen
sein privatestes Rechtsverständnis aufzuzwingen.
Herr M. ist ja nicht nur Präsident der Bundesärztekammer, sondern auch 2. Vorsitzender des Marburger Bundes, Hornorarproffessor in Hamburg und in wieviel Aufsichtsräten(Fresenius etc????). Damit dürfte Herr M. in einem Monat das verdienen, was ich als "Kollege" im ganzen Jahr verdiene. Bitte also nicht anderen Wasser predigen und selbst Champg. trinken - und im übrigen von Herrn M. fühle ich mich schon lange nicht mehr vertreten als "oberster Medizinmann"

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