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Birkenpollen breiten sich stark aus

Mittwoch, 15. April 2015

Berlin – Birkenpollen breiten sich in Deutschland weiterhin stark aus. Das berichtet die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) mit Sitz an der Berliner Charité. 2014 habe die Zahl der Birkenpollen gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent zugenommen. Ein Grund dafür sei, dass die Birke in den öffentlichen Bereichen vieler Städte trotz gegen­teiliger Empfehlungen durch den PID und andere Organisationen häufig angepflanzt werde. Dies sei vor allem deswegen problematisch, weil rund 70 Prozent der wichtigsten allergenen Pollen Birkenpollen seien.

„Ich gehe davon aus, dass Baumpollenallergien insgesamt weiter deutlich zunehmen werden“, sagte der Leiter der PID, Karl-Christian Bergmann. Da die Baumpollenallergie dazu neige, sich von einem allergischen Schnupfen zu einem allergischen Asthma auszuwachsen, sollten Heuschnupfenpatienten ihren Hausarzt oder Allergologen aufsuchen, um sich rechtzeitig mit antiallergischen Medikamenten zu versorgen oder eine Immuntherapie zu besprechen.

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Die PID weist daraufhin, dass jeder zweite Baumpollenallergiker auch auf Kern- und Steinobst wie Haselnüsse, Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kirschen allergisch reagiere.

Pollenbelastung per App vorhersagen
Zu Beginn der Pollen-Hauptsaison hat die Techniker Krankenkasse (TK) jetzt eine App vorgestellt, die Allergikern die persönliche Pollenbelastung vorhersagt und Tipps für die Behandlung gibt. Die App zeigt nicht nur die Pollenanzahl in der Luft an, sondern errechnet auch, wie stark der Körper darauf reagiert und wann beispielsweise der Zeitpunkt für eine frühzeitige Einnahme von Medikamenten gegeben ist.

Die Nutzer müssen dafür fünf Tage lang ihre Allergiesymptome und gegebenenfalls eingenommene Medikamente in der App erfassen. Mit den Angaben des Allergikers, den per Internet zugelieferten Informationen über die örtliche Pollendichte und anhand der Wetterdaten prognostiziert das System die zu erwartenden Symptome für den aktuellen und die beiden kommenden Tage. Ärzte und Patienten können die erfassten Symptome zudem in einem Tagebuch anzeigen. Dabei vergleicht die App die persönlichen Beschwerden auch mit der Dichte bestimmter Pollen in der Luft.

„Das sind auch wichtige Informationen für die behandelnden Ärzte. Durch die regel­mäßige Erfassung der Symptome erhält der Arzt ein wesentlich genaueres Bild als bisher über die Art und Dauer der Allergiebeschwerden“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der TK, Thomas Ballast. © hil/aerzteblatt.de

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