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40.000 Unterschriften gegen Versorgungs­stärkungsgesetz

Donnerstag, 23. April 2015

Hamburg – Mit 40.000 Unterschriften haben Hamburger Bürger gegen das geplante Versorgungsstärkungsgesetz und speziell gegen die Regelungen zum Praxisaufkauf protestiert. „Diese Zahlen sind ein klares Zeichen dafür, dass sowohl ein Großteil der Ärzte und Psychotherapeuten in Hamburg als auch viele Patienten sich gegen den Irrsinn dieser Gesundheitsreform zur Wehr setzen“, sagte einer der Initiatoren des Protestes, Dirk Heinrich, Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Hamburg-Horn. Heinrich ist auch Vorsitzender des NAV-Virchowbundes.

Rund 800 Hamburger Praxen haben sich seit Februar an der Patienten-Informations-Kampagne „Politik schafft Praxen ab“ beteiligt. Die Unterschriften gingen gestern an den Leiter der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, Matthias Gruhl.

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„Wir haben mit dieser Aktion erreicht, dass die Öffentlichkeit erkennt, welche Auswir­kungen dieses Gesetz hat, nämlich Praxisschließungen, längere Wartezeiten und eine Einschränkung der freien Arztwahl. Die Leidtragenden werden vor allem die Patienten sein“, erläuterte Silke Lüder, Hausärztin in Hamburg-Neuallermöhe.

Besonders schwerwiegende Folgen habe das Gesetz für Psychotherapie-Patienten, erklärte die in Eimsbüttel niedergelassene psychologische Psychotherapeutin Hanna Guskowski: „Unsere Patienten haben durch diese Informationskampagne verstanden, dass der Wegfall Hunderter psychotherapeutischer Praxen dazu führen wird, dass die Wartezeiten auf einen Therapieplatz in der Psychotherapie, die bereits jetzt unerträglich lang sind, in Zukunft noch länger werden“, sagte sie.

Das Protest-Komitee der Hamburger Ärzte und Psychotherapeuten hofft nun, dass die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) dieses Signal aufnimmt und ihren Einfluss in Berlin geltend macht, um an dem Gesetzentwurf noch etwas zu ändern. © hil/aerzteblatt.de

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