Ärzteschaft

Spitzenverband Fachärzte: Neuer Vorstand, neues Positionspapier zur ASV

Montag, 27. April 2015

Berlin – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat einen neuen Vorstand: Gewählt wurden am vergangenen Wochenende Dirk Heinrich zum 1. Vorsitzenden, Axel Schroeder zum 2. und Christian Albring zum 3. Vorsitzenden. Neuer 4. Vorstand ist Hans-Friedrich Spies.

„Mit der Erweiterung des Vorstandes bildet der SpiFa den Zuwachs an Verbänden und die weitere Komplettierung der fachärztlichen Berufsfelder ab“, so der Verband. Heinrich ist Bundesvorsitzender des NAV-Virchow-Bunds und Präsident des Deutschen Berufs­verbands der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Schroeder Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. Albring ist Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, Spies zweiter Vize-Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI).

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Der NAV ist erst seit ein paar Monaten Mitglied im SpiFa. Kurz vor der Wahl hatten nach Angaben des Spitzenverbands neben dem BDI die Berufsverbände Deutscher Anäs­thesisten (BDA), Deutscher Nervenärzte, Deutscher Neurologen, Deutscher Psychiater und der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psycho­therapie in Deutschland ihren Beitritt erklärt. Zum Sprecher des Ausschusses „Europä­ische Angelegenheiten“ wurde Götz Geldner berufen, Präsident des BDA und noch amtierender Präsident der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB).

Einheit der Fachärzte ist Voraussetzung für effiziente Interessenvertretung
„Die wichtige Konsolidierungshürde, unter dem Dach des SpiFa mit seinen Mitglieds­verbänden die meisten Fachärzte zu versammeln, ist jetzt erreicht. Damit ist der reformierte SpiFa der größte Facharztverband in Deutschland mit entsprechender Verantwortung für alle Fachärzte in Praxis und Klinik“, erklärte Heinrich im Anschluss an die Mitgliederversammlung.

„Wir vertreten die Fachärzte als Angehörige eines freien Berufes, die diesen in den unterschiedlichsten Konstellationen ausüben können und wollen. Die noch vorhandenen sektoralen Abgrenzungen werden, davon sind wir überzeugt, in Zukunft abgebaut werden, so dass Fachärzte nicht nur zwischen Praxis und Klinik wählen, sondern beides miteinander verbinden können“, erläuterte Schroeder. Spies betonte, dass der neue Vorstand umgehend eine Basis schaffen werde, die es auch den restlichen Facharzt­verbänden ermögliche, dem neuen SpiFa beizutreten.

SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann erwartet nun politische Ge- und Entschlossenheit: „Die organisatorische und damit auch die politische Einheit der Fachärzte ist eine Bedingung für eine effiziente Interessenvertretung“, sagte er. „Viele Reformen sind in den vergangenen Jahren ohne entscheidende Einflussnahme der Fachärzte geblieben. Der politische Betrieb in Berlin und Brüssel nimmt keine Rücksicht auf organisatorische Schwäche.“

Konkurrenz zur GFB, Diskussionen wegen ASV
Der Erweiterung des SpiFa waren monatelange Verhandlungen mit der Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände vorangegangen, die ursprünglich mit dem SpiFa fusi­onieren wollte. Dabei hatte es allerdings immer wieder Diskussionen gegeben, weshalb am Ende unter anderem die Arbeitsgemeinschaft der ärztlichen Methodenfächer gegen einen Beitritt stimmte.

Die Arbeit des SpiFa verfolgen viele Experten im Gesundheitswesen aber nicht allein deshalb mit Interesse. Der Verband setzt sich auch stark für die ambulante spezialfach­ärztliche Versorgung (ASV) ein – und bietet sich als Abrechnungspartner an. Das geht auch aus seinem aktuellen Positionspapier zur ASV hervor.

Darin heißt es: „Der SpiFa wird für den Fall, dass Ärztinnen und Ärzte nicht über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) abrechnen wollen, eine Dienstleistung zur Abrechnung von KV-Leistungen anbieten. Dies ist nicht in Konkurrenz zum KV-System zu verstehen, vielmehr wird der SpiFa über diesen Wirtschaftsbetrieb auch ein Angebot an die KVen richten, die Abrechnung von ASV-Leistungen im Auftrag der KV zu vollziehen.“ © hil/aerzteblatt.de

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