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Risiko- und Fehlermanagement erhöht Patientensicherheit

Freitag, 22. Mai 2015

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat auf die Bedeutung des Risiko- und Fehlermanagements in Praxen hingewiesen. Es spiele für die Patienten­sicherheit eine wichtige Rolle und müsse klar geregelt sein. Ärzte und Psychothera­peuten sollten der KBV zufolge dabei vor allem auf sicherheitsrelevante Prozesse achten und Fehler offen kommunizieren.

Grundlage eines guten Risiko- und Fehlermanagements bildet eine gute Praxisor­ganisation. Alle Regelungen sollten immer wieder überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Erkenntnisse aus Patientenbefragungen können dabei ebenso helfen wie Teambesprechungen, das Auswerten von Beschwerden und das offene Sprechen über Fehler.

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Laut KBV ist ein Risikobereich in der Patientenversorgung die Arzneimitteltherapie. Um dort Fehler zu vermeiden, sollten Ärzte beispielsweise ihre Patienten beim Ausstellen eines Medikationsplanes stets über die richtige Einnahme informieren. Größte Sorgfalt ist zudem bei der Zuordnung und Beschriftung von Laborproben und Befunden geboten.

Zu den besonders sicherheitsrelevanten Prozessen zählen ferner alle invasiv-diagnostischen und -therapeutischen Maßnahmen, das Erkennen von Notfallsituationen und das Einschätzen der Dringlichkeit bei der Terminvergabe.

„Ein entscheidender Punkt beim Risiko- und Fehlermanagement ist der Umgang mit Fehlern“, heißt es dazu aus der KBV. Praxisintern sollte es eine Möglichkeit geben, über Fehler zu sprechen. So ist es möglich, daraus zu lernen und dieselben Fehler nicht zweimal zu machen. Es gehe nicht darum, wer etwas falsch gemacht hat, sondern was die Ursache gewesen ist.

Eine Möglichkeit, Fehler auch außerhalb der eigenen Praxis zu kommunizieren, sind Berichts- und Lernsysteme, auch Critical Incident Reporting Systems (CIRS) genannt. Sie zielen darauf ab, dass möglichst viele Beteiligte aus den anonym gemeldeten Fehlern anderer lernen. So bietet etwa das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) mit CIRSmedical.de ein System an, das sowohl Ärzte aus dem ambulanten als auch aus dem stationären Bereich nutzen können. © hil/aerzteblatt.de

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