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Immer mehr osteoporotische Hüftfrakturen

Freitag, 29. Mai 2015

Prag – Die Prävalenz osteoporotischer Hüftfrakturen pro 100.000 Einwohner hat in den vergangenen 20 Jahren um beinahe zwei Drittel zugenommen. Das zeigt eine Unter­suchung des Miguel Servet-Universitätsspital Saragossa für Spanien auf, die jetzt auf dem Kongress der European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT) in Prag vorgestellt wurde. Kamen 1989/1990 auf 100.000 Einwohner 98 osteoporotische Hüftfrakturen, so waren es 20 Jahre später bereits 159. Das Durchschnittsalt der Patienten stieg von 80,3 in den Jahren 1989/1990 auf 82 Jahren im Zeitraum 2009/2010.

Prognostische Faktoren nach proximalen Femurfrakturen untersuchte eine weitere auf dem EFORT Kongress vorgestellte Studie aus dem Zentrum für traumatologische Orthopädie Turin. „Nach einer chirurgischen Versorgung der Brüche lag die Mortali­tätsrate nach 30 Tagen bei vier Prozent, nach sechs Monaten waren es 14,1 Prozent, und nach einem Jahr stieg sie auf 18,8 Prozent an“, so Studienautorin Federica Rosso.

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Systemische Entzündungsreaktionen und Immobilisierung nach der Operationen seien zentrale Ursachen für eine steigende Mortalität nach Hüftfrakturen. Die Studie unterstreiche, dass „chirurgische Eingriffe innerhalb von 48 Stunden nach der Spitalsaufnahme erfolgen sollten, um das Mortalitätsrisiko zu senken. In jedem Fall sollten chirurgische Eingriffe innerhalb von drei Kalendertagen nach Aufnahme durchgeführt werden“, berichtete Rosso. © hil/aerzteblatt.de

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