Ärzteschaft

KBV kritisiert Öffnung der Hochschulambulanzen

Dienstag, 16. Juni 2015

Berlin – Als „falsche Signale, die die Politik aussendet“ hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die neuen Regeln für die Hochschulambulanzen bezeichnet. „Die Versorgung der Patienten wird dadurch nicht verbessert. Im Gegenteil: Die ambulante und bewährte fachärztliche Versorgung wird gefährdet“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen heute in Berlin.

Er bezog sich damit auf Regelungen im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz, dass der Bundestag am vergangenen Donnerstag beschlossen hat. Besonders kritisch sei, dass Patienten die Ambulanzen künftig ohne Überweisung aufsuchen könnten. Hier werde ein ungeregelter weiterer Weg für Patienten geöffnet.

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„Das wird nicht nur teuer, sondern schwächt auch die ambulante fachärztliche Versorgung“, so Gassen. Die finanziellen Mittel in der ambulanten Versorgung seien schon jetzt zu knapp. „Die von der Politik geforderte Bereinigung der fachärztlichen Vergütung in Richtung der Hochschulambulanzen wird dringend notwendige finanzielle Mittel entziehen“, so der KBV-Vorsitzende.

Die Politik widerspreche sich mit den Regeln für die Ambulanzen selbst: „Einerseits beklagt sie eine angebliche Überversorgung in Großstädten. Andererseits sind Hochschulambulanzen, die nun für die ambulante Versorgung geöffnet werden sollen, in der Regel in genau diesen Städten angesiedelt“, so Gassen. © hil/aerzteblatt.de

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