Hochschulen

Uniklinik Mainz halbiert Defizit

Donnerstag, 9. Juli 2015

Mainz – Die Universitätsmedizin Mainz hat das Jahr 2014 mit einem Jahresfehlbetrag von rund 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Damit ist es gelungen, das negative Ergebnis zum zweiten Mal in Folge zu verringern und gegenüber dem Vorjahresergebnis von minus 12,6 Millionen Euro nahezu zu halbieren.

Hauptgrund für den positiven Trend sind Leistungssteigerungen in der Krankenver­sorgung. „Wir haben 2014 erstmals mehr als 65.000 stationäre Patienten behandelt“, erläuterte Babette Simon, Vorstandsvorsitzende und medizinischer Vorstand. Diese Leistungssteigerung im medizinischen Bereich spiegle vor allem das große Engagement der Mitarbeiter wider, betonte sie. Qualität und Wirtschaftlichkeit seien die mit Abstand wichtigsten Themen zur Zukunftssicherung. „Wir müssen in der Krankenversorgung durch höchste Qualität und Patientensicherheit überzeugen“, so die Vorstands­vorsitzende.

Anzeige

Laut Götz Scholz, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, stiegen die Erlöse aus Krankenhausleistungen im Jahr 2014 auf knapp 358 Millionen Euro – und damit gegenüber dem Vorjahr um gut elf Millionen Euro oder 3,2 Prozent.

Den gestiegenen Erlösen aus medizinischen Leistungen stünden aber gestiegene Ausgaben gegenüber. „Deshalb kommen wir nicht umhin, weiterhin unseren Perso­nalbestand grundsätzlich zu überprüfen und zu begrenzen“, erläuterte Scholz. So seien 2012 im Durchschnitt 7.660 Mitarbeiter beschäftigt gewesen und 2014 im Durchschnitt 7.625.

Wichtige Ereignisse 2014 waren laut dem Vorstand der Universitätsmedizin erfolgreiche Berufungen in der HNO, der Orthopädie und der Kinderchirurgie sowie die Einrichtung einer zentralen Ambulanz für Tumorpatienten unter dem Dach des universitären Zentrums für Tumorerkrankungen (UCT). „Bei allem Engagement und Anstrengungen unsererseits, eine solide wirtschaftliche Basis zu erreichen, ist jedoch auch klar, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für die Universitätsklinika in Deutschland nach wie vor schwierig sind“, warnte der Vorstand. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

2.644 News Hochschulen

Nachrichten zum Thema

29.08.16
Kiel – Die medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) gründen eine eigene Sektion für evolutionäre Medizin. „Die......
25.08.16
Dresden – Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hat eine Plakatkampagne gestartet, die die Aufmerksamkeit aller Besucher und Mitarbeiter des Klinikums auf die Arbeit seiner 1.870......
19.08.16
Dresden – Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden hat seine Verluste beim Betriebsergebnis im vergangenen Jahr deutlich gesenkt. 109.000 Euro betrug das Minus im Jahr 2015, während das......
19.08.16
Ulm – Wenn Kinder an Asthma, Diabetes oder Mukoviszidose erkranken, stoßen Eltern und Geschwister häufig an psychische Grenzen. Jedes achte Kind in Baden-Württemberg ist Experten zufolge chronisch......
10.08.16
Heidelberg – Der Neubau der chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg bekommt eine zusätzliche Finanzspritze. Mit 13,1 Millionen Euro finanziert die Dietmar Hopp Stiftung innovative Teile der......
08.08.16
Dresdner Uniklinikum: Innerklinische Notfallteams müssen früher intervenieren
Dresden – In 80 Prozent der Fälle treten schon Stunden vor einem Herz-Kreislauf-Stillstand Warnsymptome wie etwa ein systolischer Blutdruck unter 90 mmHg auf. Jedoch alarmieren diese frühzeitigen......
03.08.16
Hamburg – Die Deutsche Krebshilfe hat das Hubertus Wald Tumorzentrum – Universitäres Cancer Center Hamburg (UCCH) zum wiederholten Mal als onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Es konnte......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige