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Schwimmbadkeime können bakterielle Hornhauterkrankungen verursachen

Dienstag, 14. Juli 2015

München – Vor Infektionen der Hornhaut und der Bindehaut des Auges durch die Keime in Schwimmbädern warnt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG). Viele Gäste klagen nach dem Besuch eines Schwimmbades über gerötete, brennende und tränende Augen. Schuld daran ist laut der Fachgesellschaft das zur Badewasserdes­infektion eingesetzte Chlor. Denn durch eine Reaktion von Chlor mit Urin, Schweiß und Schmutz und Schmutzpartikeln im Badewasser entstünden reizende, chemische Verbindungen, die den schützenden Tränenfilm der Augen angriffen.

Normalerweise klingen die Symptome aber nach wenigen Stunden ab. Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit lindern laut der DOG das Brennen. „Halten die Beschwerden jedoch länger als 24 Stunden an, sollten Betroffene unbedingt einen Augenarzt aufsuchen, um eine mögliche Infektion auszuschließen“, rät Philip Maier, Leiter des Schwerpunkts Hornhaut- und Bindehauterkrankungen am Universitätsklinikum Freiburg.

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Besonders ungünstig ist es laut der Fachgesellschaft, im Schwimmbad Kontaktlinsen zu tragen. „Beim Schwimmen ohne Schwimmbrille kann sich die Kontaktlinse am Auge festsaugen“, erklärt Maier. Dadurch könne es zu sehr schmerzhaften Abschürfungen an der Hornhaut kommen. Außerdem könnten sich gefährliche Keime wie Akanthamöben oder Pilze unbemerkt in das weiche Material der Kontaktlinse einnisten und dort vermehren. Unbehandelt drohten in solchen Fällen bleibende Sehbeeinträchtigungen bis hin zur Erblindung.

Die DOG rät deshalb, zum Baden eine gut sitzende Schwimmbrille zu tragen und auf Kontaktlinsen zu verzichten. Moderne Schwimmbrillen mit geschliffenen Gläsern machten Sehhilfen im Wasser meist überflüssig, so die Fachgesellschaft.

© hil/aerzteblatt.de

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