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Lehrer und Erzieher wünschen sich Schulungen zur Epilepsie bei Kindern

Freitag, 17. Juli 2015

Leipzig – Erzieher in Kindergärten und Lehrer in Schulen haben ein Grundwissen zum Thema Epilepsie bei Kindern. Aber zur Anwendung von Notfallarzneimitteln gibt es Informationsbedarf. Das berichtet eine Arbeitsgruppe aus dem Universitätsklinikum und der Universität Leipzig nach einer Befragung von Pädagogen in der Zeitschrift Archive of Diseases in Childhood (doi:10.1136/archdischild-2015-308306).

Bei einem Drittel der Epilepsiepatienten treten trotz der Verwendung von Arzneimitteln Anfälle auf. Häufig sind Notfallmedikamente erforderlich, um die Anfälle zu beenden. Wichtig ist, diese zügig anzuwenden. Die Wissenschaftler aus Kinderklinik, klinischer Pharmazie und Biologiedidaktik der Universität Leipzig befragten rund 1.250 Lehrer und Erzieher.

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Es wurde deutlich, dass ein Grundwissen zur Erkrankung und medikamentösen Dauer- und Notfallbehandlung vorhanden ist. „Jedoch sind das Erscheinungsbild der Erkrankung und die Anwendung der Arzneimittel in ihrer Komplexität nur wenigen Pädagogen bekannt“, sagte Thilo Bertsche, aus der klinischen Pharmazie an der Universität Leipzig.

Besonders im Bereich der Anwendung von Notfallarzneimitteln bestehen Unklarheiten. „Dass immer noch veraltete Notfallmaßnahmen wie das Einführen eines festen Gegen­standes zwischen die Zähne kursieren, ist ein wichtiges Indiz dafür, dass eine konstruk­tive Unterstützung der Pädagogen auf diesem Gebiet wichtig ist", betonte Astrid Bert­sche, Oberärztin am Sozialpädiatrischen Zentrum der Universitätskinderklinik. 90 Prozent der Befragten wünschen zusätzliche Informationen, insbesondere im Rahmen einer Schulung. © hil/aerzteblatt.de

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