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Pflegende Angehörige fühlen sich isoliert

Mittwoch, 29. Juli 2015

Hamburg – Viele Angehörige, die ein Familienmitglied pflegen, fühlen sich in ihrer Situation isoliert und vermissen es, über die Pflege mit anderen zu sprechen. Das zeigen bislang unveröffentlichte Zahlen aus der Pflegestudie der Techniker Krankenkasse (TK). Danach klagt jeder sechste Pflegende über mangelnden Austausch. Besonders stark betroffen sind offenbar Pflegende, die in einer Großstadt mit mehr als 500.000 Ein­wohnern leben: Hier vermisst sogar jeder vierte pflegende Angehörige (27 Prozent) entsprechende Gespräche.

„Angehörige treibt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl an, wenn sie eine Pflegeaufgabe übernehmen. Sie müssen deshalb unbedingt darauf achten, dass sie selbst im Alltag nicht untergehen“, erklärte Wolfgang Flemming, Fachbereichsleiter und Pflegeexperte bei der TK. Laut der TK geben nur 56 Prozent der pflegenden Angehörigen an, dass ihnen genügend Zeit für die eigenen Bedürfnisse bleibe.

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Die Belastungen für die Familienangehörigen könnten ein Grund dafür sein, dass nur eine Minderheit der Deutschen im Pflegefall von ihren Angehörigen betreut werden möchte: Das zeigt eine Studie der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ). Etwa die Hälfte der Befragten (48 Prozent) würde in einem solchen Fall bevorzugt einen Wohnkomplex mit professioneller Pflege in Anspruch nehmen.

Auf dem zweiten Platz folgen der Verbleib im eigenen Zuhause – betreut durch einen ambulanten Pflegedienst (37 Prozent) – oder das Leben in einem Mehrgene­ratio­nenhaus (ebenfalls 37 Prozent). Die Betreuung durch Familienangehörige in den eigenen vier Wänden sehen nur 20 Prozent der Befragten als eine sinnvolle Option. © hil/aerzteblatt.de

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