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Neue Methoden sollen Früherkennung von Arthrose verbessern

Donnerstag, 30. Juli 2015

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat auf Möglichkeiten zur Früherkennung von Knorpelschäden hingewiesen. Häufig werde Arthrose zu spät erkannt, wenn der Verschleiß der Gelenke bereits fortgeschritten ist, so die Fach­gesellschaft. Durch eine frühere Diagnostik könnten Rheumatologen dagegen die Entstehung von Arthrose noch aufhalten.

Rund sechs Millionen Menschen leiden laut DGRh in Deutschland an einer Kniegelenks­arthrose und vier Millionen an einer Polyarthrose in den Händen. Kommen Patienten mit Knie-, Rücken- oder Gelenkschmerzen zum Orthopäden, stellt dieser eine bestehende Arthrose meist anhand einer Röntgenaufnahme fest.

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„Die Knorpelschicht ist zu diesem Zeitpunkt bereits abgebaut und kann nicht wieder hergestellt werden“, erklärte Ingo Arnold von der Deutschen Gesellschaft für Ortho­pädische Rheumatologie (DGORh). Für eine präventive Therapie sei es daher zum Zeitpunkt der Diagnose schon zu spät. „Dabei kündigt sich die Arthrose zumindest auf molekularer Ebene in Form einer abnormalen Knorpelzellorganisation bereits sehr viel früher an, noch bevor der Patient aufgrund von Schmerzen zum Arzt geht“, so der Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und operative Rheumatologie am Rotes Kreuz Krankenhaus in Bremen.

Laut Arnold kann die Nah-Infrarot-Spektroskopie (Near Infra Red/NIR) diese beschä­digten Areale, die in einer Röntgenaufnahme als gesund eingestuft werden, als Prä­arthrose entlarven. „Zu diesem frühen Zeitpunkt können wir noch verhindern, dass es überhaupt zu einem Gelenkverschleiß kommt“, verwies der Experte.

Eine weitere vielversprechende Methode sei eine spezielle Form der Magnetresonanz­tomografie (MRT), mit der Rheumatologen die biochemische Zusammensetzung des Knorpels untersuchen. „Denn der Knorpel zeigt in der frühen Arthrose-Phase typische Veränderungen, die den Abbau ankündigen“, erklärte Arnold. Derzeit sei die Technik aber noch sehr teuer und werde noch nicht im Routinebetrieb angewendet. „Wir gehen aber davon aus, dass diese neuen Verfahren den Patienten schon in zwei bis drei Jahren zur Verfügung stehen könnten“, schätzte Arnold. © hil/aerzteblatt.de

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