Ausland

Basler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Sterbehilfeverein

Freitag, 7. August 2015

Basel – Die Staatsanwaltschaft Basel untersucht den Fall der möglicherweise gesunden 75-jährigen Britin Gill Pharaoh, die sich Ende Juli mit Hilfe einer Schweizer Sterbehilfe-Organisation das Leben genommen hatte. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, werde geprüft, ob die Suizidbeihilfe aus „selbstsüchtigen Beweggründen” erfolgt sei.

Der Fall hat in Großbritannien eine kontroverse Debatte über Sterbehilfe ausgelöst. Wie der Zürcher Tages-Anzeiger vom Freitag berichtet, hatte die Britin der Basler Organisation Lifecircle umgerechnet 9.300 Euro gezahlt. Der britischen Sunday Times hatte Pharaoh vor ihrer letzten Reise in die Schweiz gesagt, sie sei „relativ gesund” und wolle sterben, weil sie ihren „natürlichen Zerfall bis hin zur letzten Stufe” nicht miterleben wolle.

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Die Gründerin der Organisation Lifecircle, die Ärztin Erika Preisig, versicherte indes gegenüber mehreren Schweizer Medien, Gill Pharaoh sei „krank” gewesen und habe unter Schmerzen gelitten.

© kna/aerzteblatt.de

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