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Handlungsempfehlung zum Umgang mit Suchtkrankheit im Alter

Montag, 17. August 2015

Köln – Handlungsempfehlungen für Pflegekräfte zum Umgang mit suchtkranken Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen haben Wissenschaftler der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (KatHO NRW) vorgestellt. Das Forschungsprojekt „Sucht im Alter – Netz- und netzwerkbasierte Optimierung der ambulanten und stationären Pflege“ (SANOPSA) wurde vom Bundesforschungsministerium unterstützt.

„Es ist oft nicht leicht, bei älteren Personen eine Suchtproblematik zu erkennen, da bei ihnen zum Beispiel Trinkexzesse oder impulsive, aggressive Äußerungen seltener vorkommen“, erläutert die Projektleiterin Tanja Hoff. Darüber hinaus sei es oft schwierig, zwischen altersbedingten Veränderungen und Folgen von Suchtmittelkonsum zu unterscheiden. Für die Bewohner sei es aber zum Teil lebenswichtig, dass die Pflegekräfte Entzugserscheinungen oder eine mögliche Vergiftung rechtzeitig erkennen und richtig reagieren.

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Die Handlungsempfehlungen enthalten Frage- und Dokumentationsbögen sowie Checklisten, die den Pflegekräften den Umgang mit suchtkranken oder -gefährdeten Bewohnern erleichtern sollen. Danach ist es besonders wichtig, schon bei der Aufnahme eines Bewohners einen möglichen Substanzabusus systematisch zu erfragen, gegebenenfalls auch über eine Fremdanamnese. „Nimmt der Bewohner mehr als drei Medikamente nebeneinander ein, sollte sich beim Arzt rückversichert werden, ob alle diese Medikamente für den Bewohner notwendig sind“, heißt es außerdem in den Handlungsmanualen.

© hil/aerzteblatt.de

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