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Screening findet sechs Mammakarzinome auf 1.000 untersuchte Frauen

Mittwoch, 2. September 2015

Berlin – Von den Teilnehmerinnen am Mammographie-Screening im Jahr 2012 wurden rund 131.000 (4,6 Prozent) zur Abklärung einer Auffälligkeit wiedereinbestellt. Bei rund 35.000 Frauen (1,2 Prozent) wurde eine Gewebeentnahme erforderlich. Bei jeder zweiten dieser Frauen bestätigte sich der Brustkrebsverdacht (17.300 Brustkrebs­diagnosen). Das entspricht durchschnittlich sechs Brustkrebsdiagnosen auf 1.000 untersuchte Frauen.

Diese Zahlen gehen aus dem neuen Evaluationsbericht 2005-2012 der Kooperations­gemeinschaft Mammographie hervor, der dem Deutschen Ärzteblatt vorab vorliegt.

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Im Berichtsjahr 2012 wurden rund 2,8 Millionen Frauen untersucht, davon waren 700.000 Erstuntersuchungen. Die durchschnittliche Teilnahmerate im Mammographie-Screening betrug 56 Prozent. Der größte Anteil an Erstuntersuchungen entfiel mit 69 Prozent auf die Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren.

Der Bericht zeigt: Je älter eine Frau bei der ersten Teilnahme am Mammographie-Screening ist, desto fortgeschrittener ist ein entdecktes Karzinom: Rund 33 Prozent der bei den 65- bis 69-jährigen Erstteilnehmerinnen entdeckten Karzinome sind größer als 20 Millimeter oder haben bereits in die Lymphknoten gestreut. In der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren liegt der Anteil der Tumore dieses Stadiums bei 25 Prozent. „Unsere Auswertungen zeigen, dass das Risiko für einen prognostisch ungünstigen Brustkrebs erhöht ist, wenn eine Frau erstmals in einem höheren Alter am Screening teilnimmt“, sagt Vanessa Kääb-Sanyal, kommissarische Geschäftsstellenleiterin der Kooperations­gemeinschaft Mammographie.

Mit dem Alter steigt das Risiko einer Brustkrebserkrankung. Damit erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass im Screening Brustkrebs entdeckt wird. Bei den Ersteil­nehmerinnen fand das Screening in der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren bei 6 von 1.000 untersuchten Frauen Karzinome. Bei den 65- bis 69-jährigen Erstteilnehmerinnen erhielten 15 von 1.000 Frauen eine Brustkrebsdiagnose. Bei Frauen, die wiederholt am Screening teilnahmen, wurde im Vergleich seltener Brustkrebs diagnostiziert. In der Altersgruppe von 50 bis 54 Jahren betraf das rund 4 von 1000 untersuchten Frauen. Waren die Frauen zwischen 65 und 69 Jahre alt, spürte die Mammographie bei 8 von 1000 Frauen bösartige Tumore auf.

Der Bericht zeigt außerdem, dass sich seit Einführung des Screenings die Stadien­verteilung verbessert hat – die untersuchenden Ärzte finden also anteilig mehr kleine Tumore. 2012 waren durchschnittlich 19 Prozent der entdeckten Karzinome nicht invasiv. Vor dem Screening waren es nur sieben Prozent.

© hil/aerzteblatt.de

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