Politik

Offener Brief gegen ärztliche Beihilfe zum Suizid

Mittwoch, 16. September 2015

Bremen/Münster ­– „Auf keinen Fall dürfen wir uns dafür hergeben, Leidende zu beseitigen, indem wir Hilfe zum Suizid leisten“, heißt es in einem von Eckhard Piegsa, Kinderarzt in Bremen, und Paul Cullen, Internist und Labormediziner in Münster, initiierten offenen Brief, den bisher 350 Ärztinnen und Ärzte unterzeichnet haben.

Vielmehr bestehe die ärztliche Aufgabe darin, „das Leid unserer Patienten zu lindern und ihnen mitmenschlichen Beistand, Zuwendung und Fürsorge entgegenzubringen“. Der Arzt sei kein bloßer Techniker, dessen Aufgabe sich in funktionellen Lösungen für gesundheitliche Probleme erschöpfe.

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Dieser Brief sei eine Replik auf einen im Mai in Form einer Anzeige in der „Ärztezeitung“ veröffentlichen offenen Brief deutscher Ärztinnen und Ärzte, teilte Cullen dem Deutschen Ärzteblatt mit. Darin wurden Freitodbegleitungen als mit dem ärztlichen Berufsethos vereinbar bezeichnet.
  © Kli/aerzteblatt.de

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Widerstand
am Donnerstag, 17. September 2015, 13:39

Auf keinen Fall dürfen wir uns dafür hergeben...

und die Aufgabe der Ärzte ist: „das Leid unserer Patienten zu lindern und ihnen mitmenschlichen Beistand, Zuwendung und Fürsorge entgegenzubringen“

Ich habe da so meine Bedenken. Denn die Ärzte haben sich bedenkenlos der Pharma angeschlossen und ein jahrzehntelang lebenrettendes Herzmedikament plötzlich als giftig und unwirksam hingestellt und den Patienten verweigert. Dank dieser "Nestbeschmutzer" und "Patientenverräter" ist das Medikament heute fast verschwunden und nur sehr wenige ECHTE Ärzte verschreiben es noch.
Dafür aber wird zum Beispiel das Medikament Xarellto massenhaft verschrieben, obwohl bekannt ist, dass es hunderte Todesfälle dank dieser Zuwendung und Fürsorge gibt. Was für eine bigotte Bande?
gerngesund
am Mittwoch, 16. September 2015, 23:13

Dann gibt es halt unbegleitete Freitode

Dann bleibt der Suizid ein Tabu.
Die sich mit dem Gedanken daran tragen, rennen immer weiter in die Tunnelblick-Röhre. Und niemand ist da, der sie entweder menschwürdig bis zum Ende begleitet - oder bei dieser Gelegenheit zu einem Weg zurück ins Leben verhilft.

Manchmal braucht der Patient eine paradoxe Intervention.
Wer sich in seinem ärztlichen Handeln durch ein falsch verstandenes Ethos davon abschneidet, beraubt sich mutwillig denkbarer Therapiemöglichkeiten.
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