Ärzteschaft

KBV fordert mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Mittwoch, 23. September 2015

Berlin – Anlässlich der bundesweiten „Woche der Demenz“ wirbt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) für eine bessere Unterstützung pflegender Angehöriger. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft werden hierzulande 80 Prozent aller demenziell veränderten Menschen von ihren Familien versorgt und begleitet. „Viele Angehörige übernehmen diese schwere und verantwortungsvolle Aufgabe dabei mit großen Engagement meist über viele Jahre hinweg“, betonte KBV-Vorstand Regina Feldmann heute in Berlin. Ohne Unterstützung und Entlastung könnten sie jedoch schnell selbst an ihre physischen und psychischen Grenzen geraten.

Vor diesem Hintergrund wies Feldmann erneut auf das von der KBV entwickelte Versorgungsprogramm für pflegende Angehörige hin. Es zielt auf eine bessere medizinische Versorgung der Partner und Familien ab und beinhaltet unter anderem einen präventiven Check-up beim Hausarzt.

Anzeige

„Das niedrigschwellige Angebot kommt den Pflegenden zugute – und damit indirekt auch wieder denjenigen, die sie betreuen“, sagte Feldmann. Trotz des bereits vorliegenden Vertragsentwurfes seien die Krankenkassen leider bislang jedoch nicht bereit, ihren Versicherten ein solches Behandlungsangebot zugänglich zu machen. Feldmann appellierte an die gesetzlichen Krankenversicherungen, an dieser Stelle mutiger zu sein.

Vertragsärzte unterstützt die KBV bei Gesprächen mit Demenzpatienten durch spezielle „Bausteine für die Arzt-Patienten-Kommunikation“. Diese fassen auf zwei Seiten zusammen, worauf Ärzte vor und während des Gesprächs mit Demenzkranken und ihren Angehörigen achten sollten. So können beispielsweise eine ruhige Atmosphäre, verständliche Sprache sowie visuelle Hilfsmittel die Kommunikation erheblich erleichtern. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

26.07.16
New York – Die bei der Alzheimerkrankheit typischen Tau-Proteine wandern über den extrazellulären Raum und könnten so andere Zellen infizieren. Möglicherweise spielt dies eine Rolle bei der......
19.07.16
Alzheimer Gesellschaften fordern, Kranke weniger zu fixieren
Düsseldorf – Angehörige von Menschen mit Demenz wollen die Verwendung von Gurten und Gittern bei den Kranken deutlich verringern. „Es wird viel zu viel festgegurtet“, sagte Regina Schmidt-Zabel,......
07.07.16
Pflege-Auszeit: Erfolg oder Misserfolg?
Berlin – Die Regelung soll Berufstätige entlasten, die neben dem Job einen Angehörigen zu pflegen haben. Doch ist die Pflege-Auszeit tatsächlich ein Erfolgsmodell? Darüber gehen die Meinungen......
06.07.16
Berlin – Union und SPD haben gestern entschieden, dass über die gruppennützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Menschen wie etwa Demenzkranken erst nach der Sommerpause im Bundestag beraten......
05.07.16
Berlin – Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die gruppennützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Menschen – wie zum Beispiel Demenzkranken – erleichtern. Obwohl sich Union und SPD......
30.06.16
Gruppennützige Forschung: Union und SPD bringen gemeinsamen Antrag ein
Berlin – Union und SPD haben sich im Streit um die gruppennützige Forschung an nichteinwilligungsfähigen Menschen wie zum Beispiel Demenzkranken auf einen gemeinsamen Änderungsantrag verständig. Zuvor......
22.06.16
Köln – Die Unionsfraktion hat sich auf einen Vorschlag geeinigt, unter welchen Voraussetzungen Forschung an nicht einwilligungsfähigen Erwachsenen, wie beispielsweise Demenzkranken, erlaubt werden......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige