Ärzteschaft

Im Rheinland arbeiten 49 hausärztliche Weiterbildungs­verbünde

Dienstag, 29. September 2015

Düsseldorf – Ende September hat im Rhein-Kreis Neuss ein weiterer hausärztlicher Weiterbildungsverbund seine Arbeit aufgenommen. Es ist der 49. Verbund in dem Landesteil – zusammen arbeiten in Nordrhein nun 105 Krankenhäuser und mehr als 400 Praxen für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern.

Vorteile des Konzepts der Verbundweiterbildung sind ein gemeinsames Curriculum, eine gesicherte Vergütung über die gesamten fünf Jahre der Weiterbildung und eine individuelle Betreuung. In der fünfjährigen Facharztweiterbildung absolvieren die Assistenten in der Regel drei Jahre in der Klinik und zwei bei niedergelassenen Hausärzten. So lernen die Ärzte in Weiterbildung die Anforderungen an den Beruf des Allgemeinmediziners sowie die lokalen Strukturen umfassend kennen, ohne sich neu bewerben oder den Wohnort wechseln zu müssen.

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„Mit der Gründung eines weiteren Weiterbildungsverbundes in Neuss verstärken wir den Kampf gegen den Hausärztemangel, denn ohne Hausärzte geht es nicht“, betonte der Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, Bernd Zimmer, bei der Urkundenübergabe an den Verbund Ende September.

Im Kammerbezirk Nordrhein müssten bei augenblicklich circa 6.000 Hausärzten jährlich 200 neue Ärzte nachrücken. Derzeit liegt die Zahl lediglich bei 100 Ärzten pro Jahr. Auch in Neuss ist in den kommenden Jahren laut der Kammer ein Rückgang von niedergelassenen Allgemeinmedizinern zu erwarten. Bereits heute sei es für Hausärzte oftmals schwierig, geeigneten Nachwuchs für ihre Praxis zu finden.

Vier Krankenhäuser wollen jetzt zusammen mit niedergelassenen Hausärzten dieser Entwicklung in der Region im Verbund begegnen.

© hil/aerzteblatt.de

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