Ausland

Rauchen im Auto mit Kindern in England und Wales künftig strafbar

Donnerstag, 1. Oktober 2015

London – Das britische Rauchverbot ist um eine Verschärfung reicher:  Rauchen im Auto in Anwesenheit von Kindern kostet seit Donnerstag in England und Wales 50 Pfund (67 Euro) Bußgeld. Die Strafe wird auch dann fällig, wenn die Autofenster offen sind. Die vom Parlament gebilligte Verordnung zum Schutz von Minderjährigen vor Passivrauchen geht so weit, dass Fahrer, die rauchende Beifahrer nicht am Qualmen hindern, ebenfalls belangt werden können.  Schottland will ein ähnliches Gesetz  im kommenden Jahr verabschieden.

Zweifel an der Umsetzbarkeit
Polizeivertreter äußerten sich jedoch skeptisch hinsichtlich der Umsetzbarkeit. Es werde „äußert schwierig“, die Vorschriften durchzusetzen, sagte Steve White von der Polizeigewerkschaft in der BBC. Die Polizei sei überlastet, oft sei es kaum möglich, schwerere Delikte wie Einbruch oder Diebstahl zu verfolgen. Die Opposition bezeichnete die Vorschriften als nutzlos, freiheitsberaubend und praxisfremd. Die britische Lungenstiftung, welche die Zahl der passivrauchenden Kinder auf rund 430.000 im Königreich schätzt, begrüßte die neue Gesetzgebung dagegen.

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Nächster Schritt: Rauchverbot in Gefängnissen
In Großbritannien gilt seit Juli 2007 ein umfassendes Rauchverbot am Arbeitsplatz, in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch in Restaurants, Pubs, Bars und Clubs. Ab Januar soll zudem schrittweise ein vollständiges Rauchverbot in Gefängnissen in Kraft treten – erst in Wales, ab März dann in weiteren Haftanstalten in England. © afp/aerzteblatt.de

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