Ärzteschaft

Flüchtlings­versorgung: KVen übernehmen Rechnungs­management in Nordrhein-Westfalen

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Düsseldorf – Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Nordrhein und Westfalen-Lippe übernehmen ab heute das Management der Arztabrechnungen aus den rund 160 Einrichtungen des Landes zur Aufnahme von Flüchtlingen. Sie haben dafür einen Rahmenvertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) geschlossen.

„Die jetzt gefundene Regelung ist sinnvoll und führt zu einer sachgerechten Aufgaben­verteilung bei der ärztlichen Versorgung der zu uns kommenden Flüchtlinge“, sagte die Regierungspräsidentin Diana Ewert. Bislang hat die Bezirksregierung Arnsberg alle Einzelabrechnungen aus den Landeseinrichtungen bearbeitet.

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„Durch die Unterstützung der KVen wird die Organisation bei der flächendeckenden Erstversorgung erheblich vereinfacht und beschleunigt. Zudem erhalten die Mediziner Sicherheit in Abrechnungs- und Verordnungsfragen“, erläuterte Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der KV Westfalen-Lippe.

„Wir haben gegenüber der Landesregierung frühzeitig deutlich gemacht, dass wir in der Lage und willens sind, bei einer möglichst effizienten medizinischen Versorgung der Menschen, die so zahlreich nach Deutschland kommen, mitzuhelfen“, betonte Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein.

Der Vertrag bezieht sich auf die Erstuntersuchung, das Impfangebot sowie die ärztliche Versorgung der Flüchtlinge während der Unterbringung in den Einrichtungen des Landes. Alle ärztlichen Rechnungen, die Leistungen für Asylbewerber in Unterbringungseinrichtungen des Landes betreffen, gehen ab sofort an die KVen Nordrhein beziehungsweise Westfalen Lippe und nicht mehr an die Bezirksregierung Arnsberg.

Für die ambulante ärztliche Behandlung erkrankter Asylbewerber, die bereits auf die Kommunen verteilt sind und dort auf den Ausgang ihres Verfahrens warten, haben beide KVen bereits vor Jahren Verträge mit dem Städte- und Gemeindebund geschlossen, die die Behandlung, Abrechnung und Vergütung ärztlicher Leistungen regeln. © hil/aerzteblatt.de

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