Politik

Appell: Medizinische Versorgung von Flüchtlingen erleichtern

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Frankfurt/Main – Ärzte, Apotheker und Therapeuten in Hessen fordern gemeinsam eine bessere Versorgung kranker Flüchtlinge. Nötig seien der Abbau bürokratischer Hürden, eine gesicherte Finanzierung der Leistungen und eine ausreichende Zahl qualifizierter Dolmetscher, hieß es am Mittwoch in einem Aufruf. Er wurde vom Bündnis „heilen & helfen” veröffentlicht, dem sieben Vereinigungen und Kammern von Heilberufen in Hessen angehören.

Die Einführung der geplanten Gesundheitskarte in Hessen, die von Land und Kommunen finanziert werden soll, sei „ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung”, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Ärztliche und zahnärztliche Leistungen dürften aber nicht „aus dem ohnehin schon stark belasteten” Topf der gesetzlichen Krankenversicherung finanziert werden.

Anzeige

Die Körperschaften bieten ihren Mitgliedern praktische Hilfen an, zum Beispiel mehrsprachige Einnahmepläne für Arzneimittel oder Piktogramme, die den Kranken den Ablauf der Behandlung erklären. Laut Kassenzahnärztlicher Vereinigung stehen die hessischen Zahnärzte kurz vor der dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit dem Städte- und Landkreistag. Dann könnte der Zahnarzt im Akutfall Entscheidungen alleine treffen, das würde das Verfahren „erheblich erleichtern”. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

26.08.16
Erlangen - Die Zahl der Hepatitis-B-Fälle in Bayern hat in diesem Jahr stark zugenommen. Bis Mitte August wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit in Erlangen (LGL) bereits 609 Fälle......
24.08.16
Tübingen – Pflegekräfte wissen nach Ansicht Tübinger Forscher zu wenig über die Kultur älterer, türkischstämmiger Patienten. Soziologen der Universität Tübingen haben im Projekt „CarEMi“ (Care for......
16.08.16
Spezialambulanz hilft traumatisierten Flüchtlingskindern
Münster – Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) hat eine Spezialambulanz für Flüchtlingskinder eingerichtet. Sie bietet......
10.08.16
Soziale und kulturelle Barrieren: Jeder dritte HIV-Neuinfizerte kommt nicht aus Deutschland
Berlin – Migranten haben im Vergleich zur deutschen Bevölkerung noch immer keinen gleichberechtigten Zugang zu Testangeboten für sexuell übertragbare Krankheiten (STI). Das zeigt der Abschlussbericht......
10.08.16
Griechenland: 83 Millionen Euro für medizinische Versorgung von Flüchtlingen
Athen – Die EU-Kommission hat in den vergangenen Monaten insgesamt 83 Millionen Euro als Soforthilfe für die Versorgung von Flüchtlingen in Griechenland zur Verfügung gestellt. Das geht aus......
09.08.16
Berlin – In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Masernfälle bei Asylsuchenden deutlich gestiegen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin Nr. 31 mit.......
03.08.16
Stuttgart – Die Landesärztekammer in Baden-Württemberg pocht entgegen der Pläne der grün-schwarzen Landesregierung auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige