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Haaranalysen sind kein eindeutiger Beweis für Cannabis-Konsum

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Freiburg – Auch ohne Cannabis konsumiert zu haben, können Abbauprodukte des Cannabis-Hauptwirkstoffs THC im Haar vorkommen. Das berichten Forscher am Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Freiburg um den Toxikologen Volker Auwärter. Ihre Arbeiten sind in der Zeitschrift Scientific Reports erschienen (doi 10.1038/srep14906).

Die Forscher zeigen darin, dass ein Abbauprodukt von THC, das in Zweifelsfällen bisher zum eindeutigen Nachweis eines Konsums herangezogen wurde, über Schweiß und Sebum eines Konsumenten auf andere Personen übertragen werden kann.

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„Die neuen Erkenntnisse sind insbesondere bei Analysen von Kinderhaarproben im Rahmen von Sorgerechtsfragen von Bedeutung, da eine Cannabinoid-Übertragung bei engem Körperkontakt besonders wahrscheinlich ist und zu völlig falschen Rück­schlüssen führen kann“, so Auwärter.

In Ländern, in denen bei Arbeitnehmern oder Bewerbern Drogenkontrollen durchgeführt werden, könne die Folge einer Fehlinterpretation der Ergebnisse einer Haaranalyse zum Verlust des Arbeitsplatzes oder zum Ausschluss vom Bewerbungsverfahren führen, so der Experte.

© hil/aerzteblatt.de

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