Hochschulen

Uniklinik Heidelberg ökonomisch erfolgreich

Montag, 26. Oktober 2015

Heidelberg – Eine positive Jahresbilanz 2014 hat das Universitätsklinikum Heidelberg vorgelegt: Bei einer Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro verbuchte es einen Gewinn von 800.000 Euro. Die kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan sprach von einem „großen Kraftakt“. „Wir sind große Verpflichtungen eingegangen und müssen diese auch bedienen. Alleine die Abschreibungen belaufen sich auf 12,5 Millionen in 2014, die Zinszahlungen auf drei Millionen Euro“, sagte sie.

„Der Campus boomt“, sagte Wolfgang Herzog, Dekan der Fakultät. Die Drittmittel lagen 2014 mit über 95 Millionen Euro so hoch wie noch nie und die Zahl der Studierenden erreichte mit 3.800 Rekordniveau. Fünf neu eingerichtete Sonderforschungsbereiche dokumentierten das hohe Niveau der Forschung in Heidelberg: „Diabetes, Infektions­forschung und Neurobiologie konnten 2014 29,6 Millionen Euro bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einwerben, 2015 kamen die Immunologie der Haut und die Schmerzforschung und damit 23,9 Millionen Euro für zunächst vier Jahre dazu“, so Herzog.

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Der Campus wuchs 2014 auch baulich: So hat das Klinikum zusammen mit dem Land Baden-Württemberg mit einer Investitionssumme von 170 Millionen Euro für den Neubau der Chirurgie die größte Baumaßnahme in Baden-Württemberg gestartet.

Sehr positiv sei auch die Personalsituation in Heidelberg, hieß es aus der Universi­tätsklinik. Insgesamt beschäftige sie mehr als 12.000 Mitarbeiter.

„Leider ist die von der Politik dieses Jahr in Aussicht gestellte Sonderfinanzierung für die Universitätskliniken nicht realisiert worden“, sagte der ärztliche Direktor Guido Adler. Hoffnung für eine bessere und adäquate finanzielle Entlohnung gebe es jedoch für die Ambulanzen, die in Heidelberg knapp mehr als eine Million Besuche pro Jahr zu verzeichnen hätten. © hil/aerzteblatt.de

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