Ausland

Hilfsorganisationen kritisieren EU-Beschlüsse zur Flüchtlingskrise

Montag, 26. Oktober 2015

Brüssel/Berlin – Hilfsorganisationen haben die Brüsseler Beschlüsse zur Linderung des Flüchtlingsleids auf der Balkanroute als unzureichend gerügt. Der Balkankoordinator von CARE, Felix Wolff, forderte am Montag, die Europäische Union könne und müsse mehr tun. Man könne nur hoffen, dass es nicht zu Tragödien wie vor Kälte und Erschöpfung sterbenden Flüchtlingen mitten in Europa komme.

CARE fordere von der EU drei dringende Maßnahmen: Sichere und planbare Zugangs­wege für Asylsuchende, legale und zügige Möglichkeiten, Asyl zu beantragen sowie eine Aufstockung der humanitären Hilfe sowohl in den Herkunftsländern als auch auf dem Balkan, sagte Wolff.

Anzeige

Stefano Argenziano, Leiter der Nothilfeprojekte von Ärzte ohne Grenzen auf dem Balkan und in Griechenland, bilanzierte, die bisherige europäische Flüchtlingspolitik sei geprägt von guten Absichten, aber auch andauerndem Missmanagement. „Seit Monaten fordern wir menschenwürdige Aufnahmebedingungen. Jetzt erwarten wir, dass sie dringend in den kommenden Tagen umgesetzt werden.“ Menschen, die fliehen, um ihr Leben zu retten, könnten nicht länger darauf warten, „bis Europa sein kaputtes Asylsystem repariert hat“.

Ärzte ohne Grenzen ist in den Ländern auf der Balkanroute nach Griechenland, Serbien und Kroatien nun auch in Slowenien mit medizinischen Teams aktiv. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.352 News Ausland

Nachrichten zum Thema

07.12.16
Berlin – Im Fall der getöteten Freiburger Studentin warnt der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Dietrich Munz, vor Vorverurteilungen von Migranten. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus......
05.12.16
Stuttgart – Ein hochwertige medizinische Versorgung von Flüchtlingen und eine sorgfältigere Bewertung sogenannter sicherer Rückführungsländer hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg gefordert.......
28.11.16
Hamburg – Für Flüchtlinge in Hamburg soll es im nächsten Jahr ein neues psychosoziales Beratungsangebot geben. Die International Psychosocial Organisation (IPSO) will dazu von Februar 2017 an 24......
22.11.16
Berlin – Das Bundesforschungsministerium fördert in den kommenden fünf Jahren Forschungsvorhaben zur psychischen Gesundheit von Flüchtlingen. „Damit schutzsuchende Menschen die Kraft finden, sich gut......
21.11.16
Erfurt/Jena – Das Thüringer Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge „Refugio“ stockt seine Kapazitäten auf. Heute öffnete in Erfurt eine zweite Anlaufstelle für Geflüchtete, die eine......
15.11.16
Brüssel – Die Organisation „Ärzte der Welt“ kritisiert die hohen Barrieren für Flüchtlinge in Deutschland im Gesundheitssystem. Über ein Drittel von 9.601 befragten Patienten hätten auf einen......
14.11.16
Berlin – Eine Einwanderungsquote, die Deutschlands Fachkräftebedarf berücksichtigt und jährlich angepasst wird, fordert die SPD in ihrem Entwurf für ein Einwanderungsgesetz. Es soll den Zuzug von......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige