Politik

Forschung zu vernachlässigten Erkrankungen wird verstärkt

Freitag, 30. Oktober 2015

Berlin – Mehr Forschung zu vernachlässigten und armutsbegünstigten Krankheiten hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) angekündigt. „Wir brauchen dringend neue Medikamente, Impfstoffe und Diagnoseverfahren“, sagte Bundes­forschungs­­­ministerin Johanna Wanka (CDU) nach der Wissenschaftsministerkonferenz der G7-Staaten im Oktober. Das Ministerium habe daher sein strategisches Förder­konzept namens „Globale Gesundheit im Mittelpunkt der Forschung“ mit neuen Schwerpunkten versehen.

Ein Resultat daraus ist eine weitere Förderrunde für sogenannte Produktentwicklungs­partnerschaften. Das sind Forschungskooperationen von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die nicht profitorientiert sind. Sie erforschen und entwickeln neue Verfahren und Produkte, um Krankheiten zu behandeln, die besonders Menschen in ärmeren Regionen der Welt betreffen. Das BMBF verdoppelt seine Fördermittel dafür auf bis zu 50 Millionen Euro für fünf Jahre.

Anzeige

Wichtig sei außerdem, die betroffenen Länder auf Augenhöhe einzubeziehen. Ein wichtiger Baustein dazu ist laut dem BMBF die „European & Developing Countries Clinical Trials Partnership“ (EDCTP). Diese europäische Forschungspartnerschaft widmet sich der Bekämpfung armutsassoziierter, vernachlässigter Infektionskrankheiten mit besonderem Fokus auf AIDS/HIV, Malaria und Tuberkulose in Subsahara Afrika.   © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

02.12.16
Homburg – Menschen mit seltenen Erkrankungen haben im Saarland jetzt eine zentrale Anlaufstelle: Am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg wurde heute das Zentrum für seltene Erkrankungen......
10.11.16
Vatikan: Pharmaindustrie bei seltenen Krankheiten in der Pflicht
Vatikanstadt – Der Vatikan hat der Pharmaindustrie vorgeworfen, zu wenig zur Bekämpfung seltener Krankheiten zu tun. Sie investiere nur wenig Geld in deren Erforschung, kritisierte......
09.11.16
Experten begrüßen Einsatz des Vatikan gegen seltene Krankheiten
Vatikanstadt/Berlin – Das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten (DNTDs) begrüßt das Engagement des Vatikan gegen seltene Krankheiten. „Die Kirche spielt bei der Bekämpfung......
08.11.16
Vatikanstadt – Der Vatikan hat sich für mehr Hilfe zugunsten von Menschen mit seltenen Krankheiten ausgesprochen. Dies sei eine wichtige Herausforderung, sagte der Sekretär des Päpstlichen......
25.05.16
Tübingen – Eine im Osten Kanadas entdeckte Bewegungsstörung galt bislang als nicht sonderlich schwerwiegend, äußerst selten und auf diesen Landstrich beschränkt. Dies stellt sich nun jedoch als......
02.05.16
Göttingen – Ärzte und Wissenschaftler aus Göttingen, München, Münster, Würzburg und Aachen haben ein Netzwerk zur Erforschung der Charcot-Marie-Tooth-Krankheit (CMT) gegründet. CMT gehört mit weniger......
16.03.16
Jena – Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) richtet ein neues Zentrum für seltene Erkrankungen ein. „Oft haben die betroffenen Patienten eine richtige Arzt-Odyssee hinter sich“, erklärte Ulrich Brandl,......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige