Politik

Durchschnittlicher Zusatzbeitrag der Kassen steigt auf 1,1 Prozent

Freitag, 30. Oktober 2015

Berlin – Das Bundesgesundheitsministerium erwartet für das kommende Jahr einen durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von 1,1 Prozent. Der Beitrag, den die Versicherten allein tragen, würde damit um 0,2 Prozent steigen.

„Angesichts unserer älter werdenden Gesellschaft und des medizinischen Fortschritts müssen wir mit steigenden Gesundheitskosten rechnen und zugleich die Beitrags­entwicklung in Schach halten“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Sein Ministerium werde daher die Zusatzbeiträge, die die Kassen jetzt festlegen, „weiter im Auge behalten“. „Eine gute Versorgung gibt es aber nicht zum Nulltarif“, betonte der Minister.

Anzeige

Die derzeit 123 Krankenkassen verfügen dem BMG zufolge zusammen über Finanz-Reserven von rund 15 Milliarden Euro. Wie hoch der individuelle Zusatzbeitragssatz einer Krankenkasse ab 2016 für ihre Mitglieder tatsächlich ausfällt, legt die jeweilige Krankenkasse selbst fest.

Die aktuelle BMG-Prognose über den durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent beruht auf einer Prognose des sogenannten Schätzerkreises zur Einnahmen- und Ausgabenentwicklung der GKV. Dieser geht für 2016 davon aus, dass der Gesundheitsfonds 206,2 Milliarden Euro einnehmen wird. Dem stehen voraussichtliche Ausgaben der Krankenkassen von 220,6 Milliarden Euro gegenüber. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

28.11.16
Berlin – Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat gegen die Barmer GEK ein Prüfverfahren wegen des Verdachts auf Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen eingeleitet. Das hat die Behörde auf Anfrage des......
24.11.16
Überschuss der Krankenkassen bei rund 1,5 Milliarden Euro
Berlin – Die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat sich nochmals verbessert. Ende September wiesen die 117 Krankenkassen einen Überschuss von knapp 1,5 Milliarden Euro aus. Das......
23.11.16
München/Berlin – Die Aufsicht der Sozialversicherungen von Bund und Ländern haben den Krankenkassen bei Manipulationen von Leistungsabrechnungen mit rechtlichen Schritten gedroht. Die Behörden hätten......
17.11.16
Berlin – Bei Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) kann das Bundesversicherungsamt (BVA) eine Einzelfallprüfung vornehmen. Darauf hat die......
14.11.16
Upcodingvorwürfe: Gesundheits­ministerium NRW springt AOK Rheinland zur Seite
Düsseldorf – Das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die AOK Rheinland-Hamburg in Schutz genommen und gegen Vorwürfe verteidigt, die Kasse habe ein „Upcoding“ von Diagnosen......
02.11.16
Berlin – Der Verband der Ersatzkassen (vdek) fordert von der Bundesregierung eine zügige Kassenfinanzreform. „Wir haben bei der Analyse der Funktion des Risikostrukturausgleichs kein Erkenntnisdefizit......
01.11.16
Berlin – Wie Krankenkassen bislang ihr Geld angelegt haben, will die Bundestagsfraktion der Grünen von der Bundesregierung wissen. In einer Kleinen Anfrage erklären die Abgeordneten um Maria......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige