Politik

Gesundheitskarte für Flüchtlinge: Acht Kommunen beginnen 2016

Freitag, 30. Oktober 2015

Düsseldorf – In Nordrhein-Westfalen wollen acht Städte Anfang 2016 erstmals eine Krankenversicherungskarte für Asylbewerber einführen. Bislang seien Alsdorf, Bonn, Gevelsberg, Monheim, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Sprockhövel und Wermels­kirchen der Vereinbarung über den Einsatz der Gesundheitskarte beigetreten, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit.

NRW hatte Ende August als erstes Flächenland geregelt, dass Flüchtlinge eine Gesundheitskarte bekommen können. Kommunen sollten sich bis zum 31. Oktober melden, wenn sie zum 1. Januar 2016 mitmachen wollen. Bei einer nur geringfügigen Überschreitung dieser Frist sollten sie aber noch zu Jahresbeginn starten können, wenn die zuständige Krankenkasse einverstanden sei, erklärte das Ministerium.

Anzeige

Die Karten werden quartalsweise eingeführt
Weitere Städte, etwa Köln oder Münster, haben fest vor, diese Gesundheitskarte einzuführen. Bislang müssen Flüchtlinge auf den Ämtern erst einen Behandlungsschein für den Arztbesuch holen. Die Gesundheitskarte ist für diejenigen gedacht, die nicht mehr in Erstaufnahmeeinrichtungen leben. Für die Krankenkosten von Flüchtlingen müssen die Kommunen aufkommen.

Die CDU im NRW-Landtag bescheinigte der elektronischen Gesundheitskarte eine schlechte Anfangsbilanz. „Die Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge wurden zulasten der Kommunen geführt”, kritisierte André Kuper, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Er verwies darauf, dass Anfang 2016 nur acht von 396 Kommunen in NRW damit an den Start gehen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Politik

Nachrichten zum Thema

26.08.16
Erlangen - Die Zahl der Hepatitis-B-Fälle in Bayern hat in diesem Jahr stark zugenommen. Bis Mitte August wurden nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit in Erlangen (LGL) bereits 609 Fälle......
24.08.16
Tübingen – Pflegekräfte wissen nach Ansicht Tübinger Forscher zu wenig über die Kultur älterer, türkischstämmiger Patienten. Soziologen der Universität Tübingen haben im Projekt „CarEMi“ (Care for......
16.08.16
Spezialambulanz hilft traumatisierten Flüchtlingskindern
Münster – Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie am Universitätsklinikum Münster (UKM) hat eine Spezialambulanz für Flüchtlingskinder eingerichtet. Sie bietet......
10.08.16
Soziale und kulturelle Barrieren: Jeder dritte HIV-Neuinfizerte kommt nicht aus Deutschland
Berlin – Migranten haben im Vergleich zur deutschen Bevölkerung noch immer keinen gleichberechtigten Zugang zu Testangeboten für sexuell übertragbare Krankheiten (STI). Das zeigt der Abschlussbericht......
10.08.16
Griechenland: 83 Millionen Euro für medizinische Versorgung von Flüchtlingen
Athen – Die EU-Kommission hat in den vergangenen Monaten insgesamt 83 Millionen Euro als Soforthilfe für die Versorgung von Flüchtlingen in Griechenland zur Verfügung gestellt. Das geht aus......
09.08.16
Berlin – In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Masernfälle bei Asylsuchenden deutlich gestiegen, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin Nr. 31 mit.......
03.08.16
Stuttgart – Die Landesärztekammer in Baden-Württemberg pocht entgegen der Pläne der grün-schwarzen Landesregierung auf die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge. Der......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige