Vermischtes

Forschungsprojekte zur Unterstützung älterer Menschen

Dienstag, 3. November 2015

Berlin – Im Rahmen des Wettbewerbs „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel – InnovaKomm“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fünf Forschungsprojekte, um zu erkunden, wie die Lebensqualität vor allem älterer Menschen vor Ort erhalten und verbessert werden kann. Die Projekte in ausgewählten ländlichen und urbanen Regionen werden mit insgesamt rund 23 Millionen Euro gefördert. Voraussetzung ist, dass die Akteure vor Ort eng mit wissenschaftlichen Einrichtungen kooperieren und übergreifende Lösungen entwickeln:

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Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Das Projekt „UrbanLife+“ geht es um digitale Lösungen, die die städtische Umgebung sicherer machen. Entwickelt werden sollen beispielsweise Straßenlampen, die ihre Helligkeit dem Sehvermögen der Passanten anpassen, sowie akustische und optische Signale, die auf Gefahren etwa an unübersichtlichen Straßenübergängen hinweisen. Hierfür werden zum Beispiel an Kreuzungen Sensoren installiert, die etwa mit den Smartphones der Passanten kommunizieren können. So kann die Lautstärke des Warnsignals bei Hörgeschädigten automatisch angepasst werden.

Niedersachsen, Grafschaft Bentheim: Im Projekt „Dorfgemeinschaft 2.0“ wird eine kostenfreie Servicestelle aufgebaut, über die vor allem ältere und mobilitäts­eingeschränkte Menschen in ländlichen Regionen medizinische, pflegerische und soziale Versorgungsdienstleistungen abrufen können. Hierfür werden von der telemedizinischen Behandlung über einen regelmäßigen Einkaufsservice und Fahrdienste bis hin zu einer rollenden Praxis alle Angebote auf einer kostenfrei zugänglichen Internet-Plattform gebündelt.

Baden-Württemberg, Freiburg und Umland: Das Projekt „SoNaTe" wird ein Online-Forum installieren, in dem Einkaufsläden ihre Waren, regionale Dienstleister ihren Service und Ehrenamtliche ihre Hilfe anbieten können - wie etwa Unterstützung bei Hausaufgaben, Sprachunterricht für Migranten. Der Zugang soll entweder über eine Internetseite oder eine leicht zu bedienende App möglich sein.

Mit dem Modell soll das nachbarschaftliche Zusammenleben in Kommunen und ländlichen Regionen gestärkt werden. Neu Zugezogene in Stadt und Umland sowie Menschen mit Migrations­hintergrund können hiervon gleichermaßen profitieren, da mit dem niedrigschwelligen Angebot eine soziale Teilhabe erleichtert und auch das Engagement für Flüchtlinge organisiert werden kann.

Saarland, überregional: Im Projekt „MobiSaar" wird für das gesamte Saarland ein flächendeckender Mobilitätsservice für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen entwickelt. Ziel ist es, eine barrierefreie Wegeplanung zu ermöglichen, indem Fahrpläne, Informationen zu Haltestellen, Bussen oder Gehwegen in Echtzeit ausgewertet, gebündelt und über eine Hotline und eine Smartphone-App bereitgestellt werden.

Baden-Württemberg, Stuttgart: Das Projekt „KommmiT" entwickelt einen Servicepoint, über den ältere Menschen Tipps und Ratschläge für die richtige Handhabung technischer Geräte einholen können. Das Serviceangebot der Kontaktstelle basiert dabei auf zwei Säulen: einer digitalen App und einem lokalen Service-Büro. Während die App Informationen zu Wohn-, Mobilitäts- und Pflege­dienstleistungen bündelt und Texte bei Bedarf auch mehrsprachig über ein Smartphone oder Tablet-Computer vorlesen kann, dient das Service-Büro als persönliche Koor­dinierungs- und Anlaufstelle. Neben regelmäßigen Schulungen, mit denen die Medien- und Technikkompetenz älterer Menschen unterstützt werden soll, bietet das Büro zusätzlich Gelegenheit, neue Assistenzsysteme für den Haushalt auszuprobieren. © EB/aerzteblatt.de

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