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Unterstützung für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern

Mittwoch, 4. November 2015

Münster – Die Klinik für angeborene und erworbene Herzfehler am Universitätsklinikum Münster wird in den nächsten zwei Jahren die Kardiologin Margarita Brida fortbilden. Sie soll danach in Zagreb, Kroatien, ein Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) nach Münsteraner Vorbild aufbauen. „Neben den persönlichen Qualifikationen sprach für die Kandidatin, dass sie aus einem Land kommt, in dem es derzeit noch kein etabliertes EMAH-Zentrum gibt“, erklärte der Direktor der Klinik, Helmut Baumgartner.

Die EMAH Stiftung Karla Völlm finanziert den zweijährigen Aufenthalt in Münster. „Wir sind gerade dabei, an unserem Klinikum in Zagreb einen Schwerpunkt für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler zu bilden“, berichtet Brida.

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In Deutschland hat das Universitätsklinikum Münster 2008 ein Zentrum für Erwachsene mit angeborenem Herzfehler eröffnete. Aus dem Zentrum wurde mittlerweile eine Klinik, allein im vergangenen Jahr gab es mehr als 5.000 Patientenkontakte.

Der Bedarf ist groß, denn die Zahl Betroffener ist durch den medizinischen Fortschritt der vergangenen Jahrzehnte stark angestiegen. „Früher sind die Patienten schlichtweg nicht so alt geworden, heute erreichen glücklicherweise mehr als 90 Prozent das Erwachsenenalter. Der Großteil dieser Patienten benötigt aber weiterhin medizinische Betreuung“, erklärt Baumgartner.

Neben der Verbesserung ihrer klinischen Expertise in der Patientenversorgung wird Brida in Baumgartners Klinik auch an wissenschaftlichen Projekten unter Leitung von Gerhard-Paul Diller mitarbeiten. Einige davon erfolgen in Zusammenarbeit mit dem Royal Brompton Hospital in London, wo Brida das zweite Jahr des Stipendiums verbringen wird, bevor es zurück nach Kroatien geht – zur Etablierung eines EMAH-Zentrums in Zagreb. © hil/aerzteblatt.de

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