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Ingenieure kritisieren Schnittstellen-Chaos bei medizinischen Geräten

Dienstag, 17. November 2015

Düsseldorf – Medizinische Geräte in Klinik und OP sind im Augenblick nur unzureichend miteinander vernetzt. Grund dafür ist laut dem Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik (VDE), dass die verschiedenen Hersteller jeweils eigene Standards und Protokolle für ihre Geräteschnittstellen verwenden.

„Kliniken stehen damit vor einem Problem“, hieß es aus dem Verband. Sie könnten bei Produktinnovationen nicht das für den Patienten beste Gerät wählen. Vielmehr müssten sie dasjenige kaufen, das gemeinsam mit den anderen funktioniert, oder aber das gesamte System auswechseln – was oft sehr teuer sei. Auch für die Hersteller sei die Situation ungünstig: Sie können laut dem VDE ihre Innovationen nur eingeschränkt vermarkten. „Umso wichtiger ist es, offene Standards und sichere Schnittstellen für vernetzte Geräte in Klinik und OP zu schaffen“, fordert der VDE. Er hofft darauf, dass dies in den kommenden fünf Jahren umzusetzen ist.

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Der VDE hat auf der Medica in Düsseldorf ein sogenanntes Weißbuch „Interoperabilität von Geräten und Systemen in OP und Klinik“, vorgestellt. Die Autoren des Verbandes analysieren darin den aktuellen Stand bei der Standardisierung zur Vernetzung medizinischer Geräte und geben einen Überblick über die rechtlichen Anforderungen und die internationale Normungslandschaft. Auf Basis dieser Analysen gibt das Weißbuch Handlungsempfehlungen, in welche Richtung und in welchem Zeitrahmen sich die Standardisierungslandschaft bewegen sollte, um die Interoperabilität der Geräte in OP und Klinik zu sichern. © hil/aerzteblatt.de

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