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In Deutschland 2014 mehr als 400.000 Herz-OPs

Dienstag, 17. November 2015

Wiesbaden/Berlin – Herzspezialisten haben im vergangenen Jahr in Deutschland 416.574 Operationen am Herzen vorgenommen. Die häufigste OP war mit 131.968 chirurgischen Eingriffen die Implantation eines Herzschrittmachers und Defibrillators. An zweiter und dritter Stelle lagen Operationen, in denen sie einen Herzschrittmacher und Defibrillator entfernten, korrigierten und wechselten (62.756 Eingriffe) oder einen Bypass anlegten (79.428 Eingriffe). Diese Zahlen teilte das Statistische Bundesamt heute mit.

Die Deutsche Stiftung für Herzforschung wies daraufhin, dass die Mehrzahl der Patienten mit einem Defibrillator lerne, mit dem Gerät gut zu leben. Aber einige Patienten entwickelten insbesondere nach mehreren Schocks Ängste oder eine Depression. Eine Studie an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik am Universitäts­klinikum Heidelberg soll klären, ob diese Patienten von einer ambulanten Psycho­therapie profitieren. „Fehlendes Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Defibrillators oder die Angst vor der Schockabgabe können für die kardiologische Behandlung kontraproduktiv sein und zum Risiko für den Defi-Träger werden“, sagte Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung.

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Laut dem Anfang des Jahres erschienenen 26. Deutschen Herzbericht unterscheidet sich in Deutschland die Mortalität aufgrund kardialer Erkrankungen deutlich: Über­durchschnittlich hoch ist zum Beispiel die Herzinfarkt-Sterblichkeit dem Bericht zufolge in Ostdeutschland. Sie ist in Schleswig-Holstein (46 pro 100.000 Einwohner), Hessen (54) und Berlin (56) am niedrigsten und in Brandenburg (105), Sachsen-Anhalt (103) und Sachsen (94) am höchsten. © hil/aerzteblatt.de

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