Ärzteschaft

Viele Schlaganfälle aufgrund von Vorhofflimmern vermeidbar

Montag, 23. November 2015

Berlin – Viele schwere Schlaganfälle wären vermeidbar, wenn Patienten und Ärzte ein Vorhofflimmern rechtzeitig erkennen und behandeln würden. „Alle zehn Minuten ereignet sich in Deutschland ein Schlaganfall, der durch die Herzrhythmusstörung verursacht ist“, berichtet das Kompetenznetz Vorhofflimmern anlässlich der internationalen Aktionswoche „Vorhofflimmern erkennen und richtig handeln“. Rund ein Fünftel der Schlaganfälle, die sich jährlich in Deutschland ereigneten, sei durch Vorhofflimmern bedingt.

„Durch eine bessere Früherkennung von Vorhofflimmern ließen sich viele schwere Schicksalsschläge vermeiden und enorme Kosten im Gesundheitssystem einsparen. Deshalb ist es wichtig, dass Ärzte gezielt nach Vorhofflimmern suchen, indem sie bei ihren Patienten den Puls messen“, empfiehlt Andreas Goette, Chefarzt der Kardiologie im St. Vincenz-Krankenhaus Paderborn und Vorstandsmitglied des Kompetenznetzes. Sei dabei ein unregelmäßiger Pulsschlag zu spüren, sollte ein EKG geschrieben werden, um zweifelsfrei festzustellen, ob es sich um Vorhofflimmern handelt.

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Bei bestätigter Diagnose könnten Antikoagulanzien das Schlaganfallrisiko senken. „Der behandelnde Arzt entscheidet dabei individuell, welches Medikament für den betreffenden Patienten am besten geeignet ist“, hieß es aus dem Kompetenznetz. © hil/aerzteblatt.de

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