Ärzteschaft

Kein erhöhtes Infektionsrisiko durch Flüchtlinge

Montag, 23. November 2015

Düsseldorf – Die Ärztekammer Nordrhein (ÄkNo) fordert ausreichend medizinisches Fachpersonal für Flüchtlingseinrichtungen und die Einrichtung medizinischer Sprech­stunden. Dort sollten Ärzte und Patienten auch chronische gesundheitliche Störungen thematisieren, die über die Notfallversorgung hinausgehen.

Bei Bedarf sollten geflüchtete Menschen ungehinderten Zugang „zur ärztlichen Regel­versorgung in den entsprechenden medizinischen Fachdisziplinen“ erhalten, forderte die Kammerversammlung der ÄkNo am vergangenen Wochenende. „Als Ärzte helfen wir, Gesundheit zu erhalten und wiederherzustellen, wo immer diese Hilfe gebraucht wird, und wer auch immer sie benötigt“, betonte deren Präsident, Rudolf Henke.

Anzeige

Dagegen lehnt die Kammerversammlung eine oberflächliche Begutachtung von Asyl­suchenden ab, die lediglich vermeintliche Infektionsrisiken erfassen soll. „Von geflüch­teten Menschen geht generell kein erhöhtes Infektionsrisiko aus – weder für die Allgemeinheit noch für helfende Personen“, stellte die Kammerversammlung klar. Eine solche oberflächliche Begutachtung „ist daher eine Vergeudung von wertvollen Ressourcen“, so die Delegierten. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

09.12.16
Berlin – Geflüchtete müssen unabhängig von ihrem aufenthaltsrechtlichen Status den Zugang zu einer bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung erhalten. Das hat Ulrich Clever, Menschenrechtsbeauftragter......
07.12.16
Berlin – Im Fall der getöteten Freiburger Studentin warnt der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Dietrich Munz, vor Vorverurteilungen von Migranten. Tatverdächtig ist ein junger Mann aus......
05.12.16
Stuttgart – Ein hochwertige medizinische Versorgung von Flüchtlingen und eine sorgfältigere Bewertung sogenannter sicherer Rückführungsländer hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg gefordert.......
28.11.16
Hamburg – Für Flüchtlinge in Hamburg soll es im nächsten Jahr ein neues psychosoziales Beratungsangebot geben. Die International Psychosocial Organisation (IPSO) will dazu von Februar 2017 an 24......
22.11.16
Berlin – Das Bundesforschungsministerium fördert in den kommenden fünf Jahren Forschungsvorhaben zur psychischen Gesundheit von Flüchtlingen. „Damit schutzsuchende Menschen die Kraft finden, sich gut......
21.11.16
Erfurt/Jena – Das Thüringer Behandlungszentrum für traumatisierte Flüchtlinge „Refugio“ stockt seine Kapazitäten auf. Heute öffnete in Erfurt eine zweite Anlaufstelle für Geflüchtete, die eine......
15.11.16
Brüssel – Die Organisation „Ärzte der Welt“ kritisiert die hohen Barrieren für Flüchtlinge in Deutschland im Gesundheitssystem. Über ein Drittel von 9.601 befragten Patienten hätten auf einen......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige