Politik

Beträchtlicher Zusatznutzen für Secucinumab bei Psoriasis

Dienstag, 1. Dezember 2015

Köln – Erwachsene mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis können von einer Therapie mit Secukinumab (Handelsname Cosentyx®) profitieren. Diese Bewertung gilt für die Behandlung von erwachsenen Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die auf andere systemische Therapien einschließlich Ciclosporin, Methotrexat oder PUVA (Psoralen und Ultraviolett A-Licht) nur unzureichend angesprochen haben, oder bei denen eine Kontraindikation oder Unverträglichkeit gegenüber solchen Thera­pien vorliegt.

Dabei sieht der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bei für Patienten mit einer Biologika-Vorbehandlung den Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen und bei Patienten ohne eine Biologika-Vorbehandlung den Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen. Der Hersteller Novartis begrüßte die Entscheidung des G-BA.

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Secukinumab ist seit Januar 2015 für die Behandlung einer Schuppenflechte zuge­lassen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) fand bei der Dossierbewertung im September 2015 zunächst keinen Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie. Aus nachgereichten Daten des Herstellers ergab sich laut dem IQWiG für Patienten, bei denen andere systemische Therapien erfolglos blieben, aber ein Hinweis auf einen Zusatznutzen.

Bereits das Dossier hatte Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie enthalten, in der Patienten, für die eine systemische Therapie nicht infrage kam, entweder mit Secukinumab oder mit Ustekinumab behandelt worden waren. Allerdings handelte es sich dabei um eine Zwischenauswertung nach 24 Wochen, die Studie war zu dieser Zeit noch nicht abgeschlossen

Im Unterschied zu den Daten aus dem Dossier zeigten die Analysen nach 52 Wochen beim Endpunkt Remission einen relevanten Unterschied zugunsten von Secukinumab.

Hatte das Dossier zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität lediglich Auswertungen für 16 Wochen enthalten, so reichte der Hersteller im Rahmen des Stellungnahme­verfahrens Daten nach 52 Wochen nach. Auch hier sind die Ergebnisse unter Secukinumab besser als unter der Vergleichstherapie, woraus das IQWiG einen Hinweis auf einen Zusatznutzen beim Endpunkt Lebensqualität ableitet.

Bei den Nebenwirkungen zeigen die Daten laut dem IQWiG keine relevanten Unter­schiede zwischen den Studienarmen. © hil/aerzteblatt.de

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