Ärzteschaft

Leistungen zur Hörgeräteversorgung ab 2016 weiter abrechenbar

Dienstag, 1. Dezember 2015

Berlin – Der Bewertungsausschuss von Ärzten und Krankenkassen hat die 2012 eingeführten Leistungen zur Hörgeräteversorgung bis Ende 2017 verlängert. Sie betreffen vor allem die Neuanpassung, Kontrolle und Nachsorge von Hörgeräten bei Kindern und Erwachsenen. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen.

Außerdem verlängerte das Gremium Leistungen zur Stärkung der konservativ tätigen Fachärzte für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO-Ärzte) und Phoniater/Pädaudiologen. Dabei handelt es sich um mehrere Zusatzpauschalen, zum Beispiel für die Behandlung von Patienten mit akuter, schwer stillbarer Nasenblutung (Gebührenordnungsposition 09329) und die Diagnostik des Tinnitus (Gebührenordnungsposition 09343 / 20343).

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Die Leistungen zur Hörgeräteversorgung dürfen ausschließlich HNO-Ärzte sowie Fachärzte für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen (Phoniater und Pädau­diologen) abrechnen. Sie benötigen dafür eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung und müssen zusätzliche Qualitätsanforderungen erfüllen, zum Beispiel regelmäßig themenbezogene Fortbildungen absolvieren und den Umfang der Hörgeräteversorgung dokumentieren.

Dem Bewertungsausschuss gehören jeweils drei von der KBV und von dem Spitzenverband Bund der gesetzlichen Krankenversicherung benannte Mitglieder an. Sie legen unter anderem die Gebührenordnungspositionen und deren Bewertung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab fest. © hil/aerzteblatt.de

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