Vermischtes

Forschungsausgaben der Pharmaindustrie in Deutschland stagnieren

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Berlin – Die deutsche Wirtschaft hat noch nie so viel Geld in Forschung und Entwicklung investiert wie im vergangenen Jahr: Knapp 57 Milliarden Euro wendeten die Unter­nehmen auf, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das sind 6,4 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Zu der Steigerung trägt die Pharmaindustrie aber offenbar nicht bei: Laut dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft stagnieren ihre Ausgaben seit einigen Jahren und sind 2014 entgegen dem Trend in anderen Wirtschaftszweigen sogar zurückgegangen.

Der Stifterverband hat für die Daten im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhoben und dazu 2.461 Unternehmen befragt, die Rücklaufquote lag bei 50 Prozent.

Anzeige

Danach liegt die Automobilindustrie bei den Forschungsausgaben mit Abstand weit vorn und ist damit der Forschungs- und Entwicklungsmotor der deutschen Wirtschaft. Knapp 20 Milliarden Euro hat die Kfz-Branche in die interne Forschung gesteckt, 2,6 Milliarden Euro mehr als noch im Jahr 2013.

Ebenso sind in der Chemieindustrie, im Maschinenbau und in der Elektroindustrie im Jahr 2014 mehr Mittel in die interne Forschung geflossen. In der Energie-und Pharmabranche wurde dagegen etwas weniger geforscht. Die internen Forschungsaufwendungen stagnieren hier seit dem Jahr 2011 bei rund vier Milliarden Euro.

Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes (BIP), der für Forschung und Entwicklung insgesamt eingesetzt wird, liegt nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2014 bei 2,87 Prozent (2013: 2,83 Prozent). Damit wurde das Drei-Prozent-Ziel der Bundesregierung wieder verfehlt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Vermischtes

Nachrichten zum Thema

03.06.16
Berlin – Die Diskussion um steigende Arzneimittelpreise auf dem Deutschen Ärztetag in Hamburg beschäftigt eine Woche danach noch immer den Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (vfa). „Wir......
09.05.16
Wie Ketamin Depressionen behebt
Baltimore – Ketamin, das aufgrund seiner „dissoziativen" Eigenschaften in der Anästhesie geschätzt und als Partydroge missbraucht wird, kann Depressionen innerhalb kurzer Zeit lindern. Eine......
01.03.16
Köln - Insgesamt 900 Hinweise auf klinische Studien oder Erprobungen von Arzneimitteln westlicher Hersteller haben sich in den Unterlagen der DDR-Behörden für den Zeitraum von 1961 bis 1990 finden......
22.12.15
2015 laut Pharmaverband viele Verbesserungen für Patienten
Berlin – 2015 war laut dem Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland (vfa) für viele Patienten ein gutes Jahr, weil sich die Chancen auf Besserung ihrer Leiden wesentlich erhöht hätten......
22.07.13
Ulm – Die Universität Ulm hat Mitte Juli das Ulmer Zentrum für Peptidpharmazeutika (UPEP) eröffnet. Die interdisziplinäre Forschungseinrichtung bündelt naturwissenschaftliche und medizinische......
26.02.13
Duisburg/Essen – Eine europäische Initiative, an der sich die Universität Duisburg-Essen beteiligt, hat es sich zum Ziel gesetzt, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller in geeignete......
14.12.12
Millionen Patienten warten auf medizinischen Durchbruch bei vernachlässigten Krankheiten
Berlin/New York City – Obwohl Forschung und Entwicklung (F&E) im Bereich der globalen Gesundheit zwischen 2000 bis 2011 enorme Fortschritte gemacht haben, sind nur wenige neue Medikamente für......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige