Ärzteschaft

KBV fordert Investitionen des Bundes in die ambulante Medizin

Montag, 7. Dezember 2015

Berlin – Der Bund sollte die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), Krankenkassen und Kommunen bei ihrer Förderung der ambulanten Versorgung unterstützen. Das fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). „Der drohende Ärztemangel ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft“, begründete deren Vorstands­vorsitzende Andreas Gassen den Vorstoß.

In den nächsten Jahren werden tausende Mediziner altersbedingt aus der Versorgung der Patienten ausscheiden. „Die KVen unternehmen sehr viel, um junge Ärzte als Nachfolger zu gewinnen“, betonte KBV-Vorstand Regina Feldmann. Trotzdem sei es gerade in ländlichen Regionen sehr schwierig, frei werdende Praxissitze in der haus- und fachärztlichen Versorgung wiederzubesetzen.

Anzeige

Die KBV verweist in diesem Zusammenhang auf das sogenannte Kommunalinvestitions­förderungsgesetz, das Mitte dieses Jahres in Kraft getreten ist. Danach soll ein Förderungsfonds in Höhe von 3,5 Milliarden Euro finanzschwache Gemeinden unterstützen, damit sich Strukturunterschiede zwischen Regionen nicht verfestigen.

Allerdings sind ambulante Versorgungsstrukturen durch diesen Fonds derzeit nicht förderfähig. Nur die Krankenhäuser profitieren davon. „Öffentliche Mittel sollten nicht ausschließlich in Krankenhäuser investiert werden“, forderte Gassen. Dann würden sich noch weniger Ärzte für eine Niederlassung entscheiden.

Die KBV schlägt daher vor, dass der Bund die Strukturfonds der KVen nach festgelegten Kriterien unterstützt. Diese Fonds haben die KVen 2012 in Folge des sogenannten Versorgungsstrukturgesetzes aufgelegt. In einen solchen Fonds kann die KV bis zu 0,1 Prozent der morbiditätsbedingen Gesamtvergütung einzahlen. In diesem Fall müssen die Krankenkassen zusätzlich einen Betrag in gleicher Höhe in den Strukturfonds entrichten. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

5.000 News Ärzteschaft

Nachrichten zum Thema

16.01.17
Mainz – Die rheinland-pfälzische CDU-Oppositionschefin Julia Klöckner hat wirksamere Schritte gegen den Ärztemangel auf dem Land gefordert. „Im ländlichen Raum bekommt Rheinland-Pfalz aufgrund des......
13.01.17
Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland Pfalz (KV RLP) und die Krankenkassen haben zur Förderung der vertragsärztlichen und -psychotherapeutischen Versorgung in Rheinland-Pfalz die......
12.01.17
Berlin – Vor der öffentlichen Anhörung zum Regierungsentwurf für das Selbstverwaltungsstärkungsgesetz hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ihre Kritik erneuert. „Zusammenfassend wird mit......
11.01.17
Medizinische Versorgung: Altersstruktur macht Probleme in Sachsen-Anhalt
Magdeburg – Der immer höher werdende Altersdurchschnitt bei Patienten, Ärzten und Apothekern lässt die Versorgungsstruktur bröckeln. In Sachsen-Anhalt sei es für Heilberufler immer schwieriger, die......
06.01.17
Weimar – Jeder siebte Hausarzt in Thüringen ist 65 Jahre oder älter. Darauf hat der MDR Thüringen in einem Bericht unter Berufung auf eine Statistik der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT)......
29.12.16
Schwerin – Die bessere Gesundheitsversorgung auf dem Lande ist für Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) die zentrale Aufgabe der Gesundheitspolitik in der neuen......
29.12.16
NRW weitet Förderprogramm für Hausärzte aus
Düsseldorf – Die nordrhein-westfälische Landesregierung weitet ihr „Hausarztaktionsprogramm“ (HAP) aus. Dadurch werden Ärzte finanziell mit bis zu 50.000 Euro gefördert, wenn sie sich als Hausärzte in......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige