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Unfallkliniken sollen auf Terroranschlag vorbereitet sein

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hat ihre Mitgliedskliniken aufgefordert, auf einen „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) aufgrund von Terrorakten vorbereitet zu sein. Sie sollen dazu Krankenhaus-Alarm- und Einsatzpläne überprüfen, ausreichend OP-Material vorhalten und mögliche Szenarien nach einem Terrorakt üben. „Die Unfallversorgung ist hierzulande auf Massenanfälle von Verletzten bei Pkw-Serien­unfällen, Zug- oder Busunglücken sowie Massenpaniken gut vorbereitet. Leider zählen derzeit auch terroristische Anschläge zu den zu erwartenden Großschadensereignissen, so dass wir die Kliniken zu einer erhöhten Alarmbereitschaft aufgerufen haben“, sagte der DGU-Generalsekretär Reinhard Hoffmann.

Unfallchirurgen haben mit der Initiative TraumaNetzwerk DGU® dazu beitragen, die Schwerverletztenversorgung deutlich zu verbessern. Deutschland verfügt über ein Notfallnetz mit mit mehr als 600 unfallchirurgischen Kliniken und Abteilungen, die sich in 51 zertifizierten regionalen Traumanetzwerken zusammenschließen. „Insbesondere bei Massenunfällen auf Autobahnen und Großveranstaltungen sowie Bahnunglücken können viele Patienten schnell und effizient versorgt werden“, so Hoffmann, der als ärztlicher Direktor an der BG Unfallklinik Frankfurt am Main gGmbH tätig ist.

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Im Fall eines MANVs gibt es in einem Traumanetzwerk klar definierte Ablaufpläne. „Sind die lokalen Ressourcen überlastet, kann über die Struktur des Traumanetzwerkes eine überregionale Versorgung in geordneten Bahnen angeboten werden“, erläuterte Hoffmann.

Die DGU fordert die Politik auf, die ständige Bereitschaft in den Kliniken finanziell zu unterstützen. „Wir halten rund um die Uhr 365 Tage im Jahr eine hohe technische Ausstattung mit trainiertem Personal vor, um Schwerverletzte bestmöglich zu behandeln. Hier erhoffen wir uns zukünftig eine stärkere politische und wirtschaftliche Unterstützung, wenn es um die Abbildung unserer Vorhaltekosten geht“, machte Hoffmann klar. © hil/aerzteblatt.de

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